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Kauri-dieback: DOC schließt 21 Wanderwege auf der Nordinsel

Das neuseeländische Umweltschutzministerium (Department of Conservation, DOC) hat im Oktober 2018 weitere zehn Wanderwege dauerhaft gesperrt, die durch Waldgebiete mit Kauri-Beständen führen. So soll versucht werden, die stetig voranschreitende Ausbreitung des für die Bäume tödlichen Pilzes einzudämmen, der die Kauri-Bäume unweigerlich zum Absterben bringt.

Zusätzlich zu den bereits geschlossenen Tracks, die hauptsächlich in den Waitakere Ranges bei Auckland liegen, wurden weitere zehn Tracks teilweise geschlossen.

Umweltschutzministerin Eugenie Sage kündigte an, dass die noch offenen Etappen auf den Tracks in den folgenden Monaten renoviert werden: Mit der Anlage von erhöhten Bohlenwegen und dem Ausbau von Entwässerungsgräben sollen nasse und schlammige Abschnitte der Wege entweder trockengelegt oder für Wanderer trockenen Fußes passierbar werden. Außerdem wird auf diese Weise der Schutz der empfindlichen Kauri-Wurzeln verbessert.

Auch nach mehreren Jahren der Forschung gibt es kein bekanntes Mittel, mit dem sich die Verbreitung des Kauri-dieback-Erregers Phytophtora agathidicida wirksam verhindern lässt; genauso wenig, wie bisher ein Heilmittel für befallene Bäume gefunde wurde.

Die beste und einzige Möglichkeit, um die einzigartigen und inzwischen sehr seltenen Bäume zu schützen, ist das Aufhalten der Verbreitung – und das bedeutet zwangsläufig, Wanderer aus den neuseeländischen Wäldern fernzuhalten.

Das Department of Conservation hat nun insgesamt 21 Wanderwege auf der Nordinsel teilweise oder komplett gesperrt. Darunter sind Tracks in Kaitaia, an der Kauri Coast, in der Region um Whangarei, auf Aotea/Great Barrier Island, in Hauraki, Waikato und Tauranga in der Bay of Plenty. Die Schließungen sind nach Aussagen von Umweltministerin Sage dauerhaft, ihre Einhaltung wird überwacht.

Sage bedauerte es, die Tracks schließen zu müssen. Enttäuschte Wanderer ermutigte sie jedoch, sich verantwortungsvoll zu verhalten und die Schließungen zu akzeptieren, um die letzten verbliebenen Kauri-Wälder Neuseelands noch zu retten.

Die Sperrung der Wanderwege ist nach gründlicher Beratung und Einbeziehung der Öffentlichkeit beschlossen worden. Die Mehrheit der Neuseeländer unterstützt nach Aussagen des DOC die Schutzmaßnahmen.

Umweltministerin Sage gibt sich trotz der wenig erfreulichen Aussichten optimistisch: “Die Schließungen könnten in der Zukunft noch einmal neu diskutiert werden, wenn es wissenschaftlich abgesichert ist, dass Menschen in den Wäldern kein Risiko für die Kauri mehr darstellen“, sagte sie.

(Jenny Menzel)

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