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Studie belegt: Neuseelands Bildungssystem bereitet Kinder am besten auf die Zukunft vor

Neuseelands Bildungssystem bereitet Kinder am besten auf die Zukunft vor: Das hat eine Studie ergeben, die 35 Industrienationen miteinander vergleicht und Neuseeland auf Platz 1 sieht. Was bedeutet das für deutsche Austauschschülerinnen? 360° Neuseeland hat nachgefragt.

360° Neuseeland: „Future Proof yourself in New Zealand“, verspricht Education New Zealand internationalen Schülern und Studenten. Wie macht Neuseeland das: Kinder auf die Zukunft vorbereiten?

Grant McPherson, Chief Executive der Regierungsorganisation Education New Zealand: Im neuseeländischen Bildungssystem geht es von früher Kindheit bis zum Ende der schulischen oder auch universitären Ausbildung darum, die Kinder zu kritischem und unabhängigem Denken zu ermuntern. Außerdem spielen Teamwork und praktisches Lernen eine große Rolle. Das war schon immer so - aber es ist eine Sache, das über sich selbst zu sagen, und eine andere, dass eine so renommierte Einrichtung wie die Economist Intellegence Unit das in einer breit angelegten Studie bestätigt.

360° Neuseeland: Was macht Neuseeland anders – und offenbar besser – als  andere Länder?

Grant McPherson: Wir haben wenig Frontalunterricht und statt Wissen auswendig zu lernen und wiederzugeben, geht es in neuseeländischen Schulen vor allem darum, durch die praktische Anwendung in konkreten Situationen zu lernen. Manche Themen kann man nicht nur im Klassenzimmer vermitteln.

Lisa Futschek, Regional Director für Europa und die Amerikas: Meine Tochter ist gerade in der 8. Klasse und hat ein Forschungsprojekt zum Thema Wasser. In Mathe haben sie zum Beispiel Volumen berechnet, auf einem Skiausflug haben sie sich damit beschäftigt, wie Schneeflocken entstehen, in einem Gartenprojekt haben sie sich angeschaut, was Wasser mit den Pflanzen macht und wie Photosynthese funktioniert, und sie haben japanische Gedichte mit dem Thema Wasser behandelt.

Grant McPherson: Die Lehrer arbeiten fächerübergreifend zusammen.

360° Neuseeland: Eine entscheidende Qualifikation für die Zukunft ist es, mit Veränderungen umgehen und Lösungen finden zu können. Das scheint das neuseeländische Bildugnssystem bereits verstanden und verinnerlicht zu haben.

Grant McPherson: Unsere Schulen ermutigen Kinder von klein auf, ihren Lehrern Fragen zu stellen und sie herauszufordern - nicht nur zuzuhören. Wissen muss immer überprüft werden - ob es nun vom Lehrer kommt oder man es irgendwo gelesen hat. Es reicht auch nicht, etwas zu googeln.

Lisa Futschek: Mein Sohn ist in der 11. Klasse, also 15 Jahre alt. Wenn er ein Paper abgibt, muss er darin nicht nur die Quellen benennen, sondern auch begründen, warum er diese gewählt hat und warum er sie für zuverlässig hält.

Grant McPherson: Das sind Fähigkeiten, die man als Erwachsener, im Berufsleben, braucht.

360° Neuseeland: Wie viel Auswahl haben neuseeländische Schüler in ihrer Laufbahn?

Grant McPherson: Es gibt bestimmte Fächer, die muss jedes Kind belegen. Aber je älter sie werden, umso mehr Wahlmöglichkeiten haben sie und können ihren persönlichen Interessen folgen.

Olga Elli, Market Development Manager Europe bei ENZ: In Neuseeland gibt es zum Ende der Schullaufbahn nur fünf oder sechs verpflichtende Fächer, das lässt viel Raum für individuelle Schwerpunkte.

Lisa Futschek: Schüler können bereits Fächer belegen wie zum Beispiel Journalismus, Fotografie oder Tourismus.

Grant McPherson: Wenn ich schon mit 13 weiß, dass ich Ärztin werden möchte, dann kann ich mich während der Schulzeit bereits auf Mathe und Naturwissenschaften konzentrieren. Aber das trifft natürlich nicht auf jedes Kind zu. Und wie bereits gesagt: Es geht in neuseeländischen Schulen immer darum, die Fähigkeit zum Lernen zu lernen. Daraus entsteht letztlich das Selbstvertrauen, mit Veränderungen und einer unsicheren Zukunft umgehen zu können.

360° Neuseeland: Fühlen sich internationale Studenten von all diesen Wahlmöglichkeiten womöglich überfordert?

Grant McPherson: Neuseeland nimmt seine Verantwortung gegenüber internationalen Schülern und Studenten sehr ernst. Wir haben als eines der ersten Länder weltweit einen Code dafür entwickelt, der Maßnahmen festlegt, die sicher stellen, dass es den Schülern gut geht und sie - nicht nur im akademischen Kontext - unterstützt werden.

(Das Interview führte Julia Schoon)

Das gesamte Interview lesen Sie in der nächsten Ausgabe von 360° Neuseeland, die am 27. Dezember 2018 erscheint.

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