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Air New Zealands neue Flugzeugsitze im Raumfahrt-Design

Die bequemste Art, auf einem Langstreckenflug zu sitzen, ist die Schwerelosigkeits-Position von Astronauten. Das meint jedenfalls Air New Zealand. Die Airline überarbeitet gerade ihr Kabinendesign für die nächste Generation von Flugzeugen – "top secret" bisher.

Für den Großteil des Jahres 2018 wurden im Hangar 22 am Flughafen von Auckland neue Konzepte für die Langstreckenflugzeuge des nächsten Jahrzehnts getestet. Obwohl die Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, wurden doch Gerüchte laut, dass Air New Zealand sich dazu bei den Erfahrungen der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA bedient.

Bereits 2017 stellte Emirates in einigen seiner First Class Suites Schwerelosigkeits-Sitze vor. Auch der Autohersteller Nissan arbeitet schon seit zehn Jahren an solchen Sitzen, die dem Körper eine neutrale Position des Rückgrats erlauben. Dadurch werden Belastungen von Gelenken und Muskeln verringert. Auch Liegestühle im Schwerelosigkeitsdesign verbreiten sich rasch.

Zwar sind Fluggäste nicht annähernd denselben Belastungen ausgesetzt wie Astronauten, die beim Start mit bis zu 3G in ihren Sitz gedrückt werden. Trotzdem sollen sie auf den in Zukunft immer länger werdenden Flügen von der Sitzposition profitieren.

Nach dem Launch der Ultra-Langstrecke von Singapur nach New York wird auch Air New Zealand bald Nonstop-Flüge von Auckland nach Chicago anbieten – das sind 14 185 Kilometer.

Ein Flugzeugsitz, der das natürliche Gewicht des Körpers gleichmäßiger verteilt, kann kritische Druckpunkte erleichtern, Muskelverspannungen lösen und eine bessere Blutzirkulation ermöglichen. Dies reduziert das Risiko einer Thrombose.

Auch Akustik-Experten sollen im Hangar 22 arbeiten. Neue Wege, um den Lärm in der Kabine zu minimieren, sind etwa aktiv ausgleichende Mikrofone für Umgebungsgeräusche, die gegengelagerte Frequenzen ausstrahlen.

Eine weitere Überarbeitung erfährt die Kabinenbeleuchtung. Licht hat einen starken Einfluss auf den Körper und die Zeitwahrnehmung. Die Kabinenbeleuchtung soll in Zukunft so eingesetzt werden, dass sie den Passagieren effektiv bei der Zeitumstellung hilft, ohne ihren Biorhythmus durcheinanderzubringen. Das ist besonders wichtig bei „Rückwärts-Zeitreisen” von Neuseeland nach Osten, die über die Datumsgrenze führen.

Die neuen Flugzeuge werden tausende verschiedene Licht-Settings bieten. Auf dem Boden hat Qantas bereits die Beleuchtung in der neuen Lounge in Perth angepasst, um die Passagiere besser für den Marathonflug nach London vorzubereiten.

Passend zu den geheimen Arbeiten in Hangar 22, sollen ab 2023 neue Flugzeuge in der Flotte von Air New Zealand fliegen. Die neun Boeing 777-200s und ein weiterer neuer Flugzeugtyp werden die ersten mit dem neuen Kabinendesign sein.

(Jenny Menzel)

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