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Gefährdete Pinguine in Stramplern: “survival of the best dressed”

Es gibt einen neuen Dresscode für die kranken und verletzten Pignuine, die in einem neuseeländischen Tierkrankenhaus wieder aufgepäppelt werden: Man trägt jetzt Baby-Strampler.

Tierärzte, die sich um die äußerst seltenen Gelbaugenpinguine kümmern, haben eine einfache und praktische Lösung entwickelt, um ihren Patienten bei der Genesung zu helfen.

Die niedlichen Einteiler, die als Baby-Strampler, Overalls oder “Onesies” in der Modewelt bekannt sind, können die Pinguin-Patienten offenbar sehr effektiv beim Gesundwerden unterstützen. Indem der Einteiler die neugierigen Schnäbel davon abhält, verletzte Stellen zu kratzen oder aufzupicken, können hier in Ruhe neue, schützende Federn nachwachsen.

Die innovative Idee entstand, als das Personal des Tierhospitals einen jungen Gelbaugenpinguin mit stark beschädigtem Federkleid behandelte. „Wie andere Kinder auch, konnten wir den Kleinen kaum davon abhalten, an seinen Wunden herumzukratzen. Damit verhinderte er aber, dass neue Federn nachwuchsen”, erzählt Steve Walker vom Dunedin Wildlife Hospital Trust.

Die Baby-Strampler waren die perfekte Lösung. Der modische Trendsetter namens Plucky erholt sich nun im “Penguin Place Wildlife Centre” und stellt für Besucher eine kleine Sensation dar. Wer Glück hat und den Kleinen erblickt, quietscht verzaubert auf.

Inspiriert von der Idee, hat das Dunedin Wildlife Hospital nun einen Aufruf gestartet: Babykleidungshersteller sollen eine spezielle Kollektion von Pinguin-Stramplern zum Wohl der gefährdeten Vögel entwickeln.

In und um Dunedin, das als “Wildlife-Hauptstadt Neuseelands” gilt, leben viele seltene und bedrohte Tierarten. Bevor das Dunedin Wildlife Hospital Anfang 2018 eröffnete, mussten verletzte junge Gelbaugenpinguine zur Behandlung auf die Nordinsel geflogen werden. Die Überlebenschance der Tiere lag bei nur 40 bis 50 Prozent. Inzwischen ist sie auf fast 88 Prozent angestiegen.

Das spendenbasierte Unternehmen hofft, dass eine Bekleidungsfirma dem Aufruf folgen wird und einen Teil der Einnahmen aus dem Pinguinstrampler-Verkauf an das Hospital spendet. Das würde außerdem helfen, mehr Menschen auf Neuseelands einzigartiges, aber stark gefährdetes Tierleben aufmerksam zu machen.

Die Gelbaugenpinguine mit dem namensgebenden gelben Streifen über den Augen brüten an der Ostküste Neuseelands. Auf der Otago Peninsula, die nur zehn Minuten von Dunedin entfernt ist, sind ihre Zahlen seit Mitte der 1990er-Jahre um 76 Prozent zurückgegangen. Geht das so weiter, wird die Pinguin-Art in den nächsten 20 bis 40 Jahren ausgestorben sein. Ohne strenge Maßnahmen zum Artenschutz und Artenerhalt hat der Gelbaugenpinguin keine Chance. Das „Dunedin Wildlife Hospital“ spielt hier eine zentrale Rolle.

“Penguin Place” ist eine der beliebtesten touristischen Attraktionen auf der Otago Peninsula. Hier können Besucher die seltenen Pinguine aus sicherer Distanz beobachten, ohne sie zu stören. Vielleicht sieht man hier in Zukunft auch Besucher in schicken Pinguin-Onesies?!

(Jenny Menzel)

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