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Studie beweist: Ausländische Fahrer sind keine Gefahr für Neuseelands Straßen

Neuseeländische Fahrer verursachen mehr Autounfälle als Touristen, die im Urlaub am Steuer sitzen – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des neuseeländischen Verkehrsministeriums.

Während exakte Informationen über die Zahl ausländischer Fahrer auf Neuseelands Straßen nicht zugänglich sind, weil sie statistisch nicht erhoben werden, geht doch aus den vorliegenden Angaben deutlich hervor, dass Touristen in Neuseeland die besseren Fahrer sind.

Obwohl die Zahl der Touristen aus anderen Ländern in den nächsten Jahren weiter steigen dürfte, gab es bisher keine entsprechende Zunahme der Unfälle, an denen Ausländer beteiligt waren.

Die Studie zerstört damit den seit einigen Jahren gepflegten Mythos, dass Touristen eine zunehmende Gefahr für Neuseelands Straßenverkehr darstellen würden – entweder weil sie schlechtere Fahrer sind oder weil sie mit den besonderen Zuständen der Straßen oder den neuseeländischen Verkehrsregeln nicht zurechtkommen würden.

Brent Johnson, Ressortleiter für Mobilität und Sicherheit, spricht sogar von einer fallenden Rate der Unfälle, an denen ausländische Touristen beteiligt sind. Dies steht im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung, die stark durch Medienberichte von dramatischen Einzelfällen geprägt wird.

„Was wir wissen, ist, dass Verkehrsunfälle mit Touristen aus den gleichen Gründen passieren wie Unfälle, an denen nur Kiwis beteiligt sind“, erklärt er. „Interessanterweise ist die Zahl der Unfälle wegen Fahrens auf der falschen Straßenseite in den letzten fünf Jahren gestiegen – aber daran waren sowohl Neuseeländer als auch ausländische Fahrer schuld.“

Die Daten, die das Verkehrsministerium veröffentlicht hat, zeigen, dass an den 378 tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2017 nur in 25 Fällen ausländische Fahrer beteiligt waren. In 18 dieser Unfälle hatte der Tourist Schuld, aber nur fünfmal war die Ursache die Nichtbeachtung der neuseeländischen Verkehrsregeln gewesen.

Die meisten Touristen kommen in Auckland auf Neuseelands Nordinsel an und starten hier ihren Roadtrip. Zwischen 2013 und 2017 entfiel ein Drittel aller Verkehrsunfälle des Landes mit Beteiligung ausländischer Fahrer in dieser Stadt. Trotzdem: Nur in drei Prozent der Fälle waren die Touristen schuld gewesen.

Landesweit waren ausländische Fahrer 2017 in knapp vier Prozent aller Unfälle verwickelt. An der West Coast lag dieser Anteil allerdings zwischen 2013 und 2017 bei 43 Prozent. Auch Queenstown (mit 33 Prozent) und das Southland (mit 23 Prozent) verzeichneten höhere Anteile an Verkehrsunfällen mit Beteiligung ausländischer Fahrer.

Inspector Peter McKennie von der Straßenpolizei Neuseelands interpretiert die Zahlen eindeutig: „Touristen sind nicht das Hauptproblem auf unseren Straßen. In der Mehrzahl der Fälle passieren ihnen dieselben Dinge wie neuseeländischen Fahrern. Darum konzentrieren wir uns auf die vier Verhaltensweisen, von denen wir sicher wissen, dass sie die gefährlichsten sind.“

Dazu gehören überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Einfluss von Drogen oder Müdigkeit, Ablenkungen und nicht angelegte Sicherheitsgurte.

Die neuseeländische Tourismusagentur arbeitet bereits eng mit dem Verkehrsministerium und den Verkehrsbetrieben zusammen, um Touristen schon vor ihrer Ankunft über die neuseeländischen Straßen und die Verkehrsregeln aufzuklären. „Fahren in Neuseeland ist anders”, sagt Stephen England-Hall. „Wir haben engere Straßen mit mehr Kurven und Linksverkehr. Touristen sollten niemals übermüdet fahren und immer genug Pausen einplanen. Hey, ihr habt Urlaub – also fahrt langsamer und genießt die Aussicht!“

Derzeit arbeitet Tourism New Zealand mit einer chinesischen Mietwagenfirma zusammen, um besonders die Besucher aus China auf potenzielle Risiken von Neuseelands Straßen hinzuweisen.

(Jenny Menzel)

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