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Nachkommen von Sherpa Tenzing Norgay besuchen Mount Cook Aoraki

Zwei Söhne des weltberühmten Bergsteigers Tenzing Norgay aus Nepal haben Neuseelands höchsten Berg Aoraki/Mt Cook besucht. Empfangen wurden sie dort vom Maori-Stamm der Ngai Tahu.

In den vergangenen Jahren mussten die Bewohner des Himalaya leider immer wieder die Missachtung des ihnen heiligen Berges durch zunehmende Zahlen von Touristen beklagen. Bergsteiger, die kaum trainiert sind und kein verantwortungsvolles Verhalten an den Tag legen, haben in vielen Fällen die einheimischen Menschen und die einzigartige Umwelt des höchsten Gebirges der Welt respektlos behandelt und sogar geschädigt.

Einer ähnlich herausfordernden Situation sieht sich derzeit auch Neuseeland gegenüber, dessen Besucherzahlen ebenfalls stetig steigen.

Als Teil ihres Besuches in Aotearoa wollten die Söhne von Tenzing Norgay ihr Wissen mit den Maori-Stämmen in ganz Neuseeland teilen und über Herausforderungen und Chancen diskutieren, die der Tourismus Ländern wie Nepal und Neuseeland bietet.

Tenzing Norgay hatte 1953 als Sherpa zusammen mit dem Neuseeländer Edmund Hillary als erster Mensch der Welt erfolgreich den Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest/Chomolungma bestiegen. Im Jahr 1986 ist er im Alter von 72 Jahren verstorben.

Lisa Tumahai, Te Runanga o Ngai Tahu Kaiwhakahaere (Vorstandsvorsitzende des Stammes der Ngai Tahu), zeigte sich von den Erkenntnissen der Söhne von Tenzing Norgay sehr beeindruckt: „Kaitiakitanga, verantwortungsvolle Führung, ist einer unserer zentralen Werte. Wir haben eine Verantwortung unserem Land und unseren Leuten gegenüber. Wachstum im Tourismus-Sektor ist sicherlich wichtig, aber wir müssen dabei auf unser Land Rücksicht nehmen und die Auswirkungen auf die Natur minimieren. Das ist eine der Schlüsselpositionen unserer Klimawandel-Strategie: Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, werden die Leben unserer ,mokopuna‘ beeinflussen.”

Mrs Tumahai ergänzte, dass die Maori von der Tenzing-Familie viel lernen könnten: „Sie stehen vor denselben Herausforderungen wie wir. Und sie haben praktische Lösungen für den Umgang mit dem Tourismus gefunden. Es ist eine Ehre, sie hier am Aoraki, einem Ort von immenser Bedeutung für unseren Stamm, empfangen zu dürfen.”

Die Bergkette des Mount Cook und seiner benachbarten Gipfel stellt für die Ngai Tahu die Söhne von Himmelsvater Raki dar, die mit ihrem Kriegskanu auf der Erde strandeten. Der gekenterte Bootsrumpf bildete die Südinsel, während die Brüder noch so hoch wie möglich steigen wollten, bis sie ebenfalls versteinerten.

Jamling Tenzing Norgay hat eine Agentur für Abenteuertourismus in Bhutan. Dieses winzige Land orientiert sich nicht am Bruttosozialprodukt, sondern möchte sein „Brutto-Nationalglück“ maximieren. Der Ansatz „Qualität für Quantität” gilt auch für die dortige Tourismusbranche.

Norbu Tenzing Norgay ist Vizepräsident der American Himalayan Foundation (AHF), die sich für Bildungs- und Gesundheitsinitiativen sowie den Schutz von Kultur und Umwelt im Himalaya einsetzt. Er selbst arbeitet dafür, den Tourismus zu fördern und gleichzeitig die Risiken des „Everest-Geschäfts“ zu managen.

Beide Brüder drückten große Bewunderung für ihre Gastgeber aus: „Der Respekt der Maori für ihre Vorfahren und ihr Land ist enorm. Ihre Kultur ist stärker und zielstrebiger als alle anderen, die ich bisher kennengelernt habe.”

(Jenny Menzel)

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