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Nach dem Erdbeben: Kaiapoi erfindet sich neu

Ein Wahrzeichen von Marlborough hat die Segel gesetzt und ist von den Gewässern des „Bibers“ in seine neue Heimat umgezogen: Die „River Queen“ ankert fortan auf dem Kaiapoi River nahe Christchurch. Der historische Schaufelraddampfer war zuvor mehr als zehn Jahre lang auf dem Taylor River gekreuzt, einem flachen Fluss, der sich durch das Stadtzentrum von Blenheim windet.

Kaiapoi, eine kleine Stadt im Norden von Canterbury, hatte durch die Erdbeben von 2010 und 2011 schwere Schäden erlitten. Große Teile seines Stadtzentrums galten als „rote Zone“ und mussten großflächig abgerissen werden. Nun sind sie frei, um sie komplett neu, nach den Wünschen der Bevölkerung und den Bedürfnissen der Zukunft zu gestalten.

Im ersten Schritt ist auf dem frei gewordenen Gelände, auf dem zuvor über 500 Familien gelebt hatten, ein gemeinschaftlicher „Food Forest“ entstanden. Auf dem Gelände kann sich jedermann nach Belieben aufhalten, die Natur genießen, Obst von den Bäumen pflücken oder sich Tricks für den heimischen Garten abschauen. Gleichzeitig dient die gemeinschaftliche Nutzung als Erinnerung an all die Menschen, die hier ihr Zuhause hatten.

Die Stadt möchte eine beliebte Destination für Touristen und Einheimische werden: „Neuseelands beliebteste Stadt am Fluss“. Für ihr neues Stadzentrum gibt es große Pläne: von Kanalbooten, Events und Einkaufsgelegenheiten am Flussufer reichen die Ideen. Auch private Hausboot-Besitzer haben sich bereits nach Anlegeplätzen erkundigt. Die Ankunft der eindrucksvollen “River Queen” ist ein wichtiger Schritt in diese goldene Zukunft. Hier soll bald ein Restaurant eröffnen, dessen Gäste direkt auf dem Kaiapoi River speisen können.

Das flache Lagunenboot reiste mangels verbindender Wasserwege auf dem Rücken eines Trucks nach Süden und sorgte auf seiner Reise für einige erstaunte Blicke. Seit ihrer Ankunft in Blenheim im Jahr 2005 hatte die “River Queen“ drei verschiedene Besitzer. Der Dampfer diente jedem seiner Eigentümer treu, ob er bei Diebstählen und FKK-Fahrten oder auch guten Zwecken helfen musste. Nun dient er dem erdbebengebeutelten Städtchen in Canterbury bei der Wiederbelebung seines Stadtzentrums.

Es gab Befürchtungen, der Kaiapoi River könnte nach dem Kaikoura-Erdbeben zu flach für die „River Queen“ geworden sein – das Beben hatte Teile der Küstenlinie um mehrere Meter angehoben. Aber bisher läuft alles gut und die Stadtväter sind sehr optimistisch. Private Investoren wollen eine Brauerei am Flussufer errichten, und 26 weitere Projekte stehen in den Startlöchern. Dazu gehören ein neuer Campingplatz für Wohnmobile, die Wiedereröffnung der “Bridge Tavern”, eine Plattform für Angler und Terrassen am Flussufer.

Es scheint, als würde Kaiapoi für zukünftige Neuseeland-Reisende ein echter Gemeintipp werden!

(Jenny Menzel)

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