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Der „Herr der Ringe“ kommt zurück nach Neuseeland – als Serie!

Es soll die teuerste Serie aller Zeiten werden, und Amazon wird sie zu großen Teilen dort drehen, wo die Mehrheit der Menschheit inzwischen „Mittelerde“ verortet: in Neuseeland. Noch besser: Treue Fans der Bücher und Filme können sich berechtigte Hoffnungen machen, dass es keinen Aufguss der Peter-Jackson-Saga geben wird. 

Das Terror-Attentat in Christchurch hatte zu einigen Unsicherheiten bei der Produktionsfirma Amazon gesorgt und man dachte darüber nach, die gesamte Produktion nach Schottland zu verlegen. Das Land hat aber seine ganz eigenen Probleme mit dem anstehenden Brexit.

Ein Telefonat von Premierministerin Jacinda Ardern mit Amazon-Chef Jeff Bezos half, und die umfangreichen Anreiz-Systeme für das Anlocken internationaler Filmproduktionen sicherlich auch. Dazu gehört auch das „Hobbit-Gesetz“, das von Arderns Vorgänger John Key eigens für den Dreh des „Hobbit“ eingeführt worden war und gewerkschaftliche Aktivitäten im neuseeländischen Filmbusiness erschwert. Die Premierministerin hat versprochen, es wieder abzuschaffen – allerdings erst nach der Unterzeichnung der Verträge für die neue Serie.

Nun atmen Neuseelands Filmindustrie und ihre vielen Angestellten und Zuarbeiter auf: Mittelerde ist und bleibt in Neuseeland! Genauer gesagt: in Auckland. Dort sollen demnächst die Dreharbeiten für die „Herr der Ringe“-Serie beginnen, für die als Ausstrahlungsdatum das Jahr 2021 angegeben wird – genau 20 Jahre nach dem Erscheinen der mega-erfolgreichen „Herr der Ringe“-Trilogie.

Filmagenturen casten derzeit bereits Statisten und Nebendarsteller in Auckland, auch wenn der Drehstart noch nicht offiziell bekanntgegeben wurde. Auch in Queenstown hebt man derzeit eifrig die Hände. Da in der Region erwartungsgemäß große Teile der Dreharbeiten stattfinden werden, bemühen sich aktuell gleich zwei Entwickler, ihr Land als Standort für neue Studios anzubieten.

Die Kosten für den Dreh sollen sich auf geschätzte 1,5 Millarden US-Dollar belaufen und damit die teuerste Serie aller Zeiten schaffen. David Parker, Neuseelands Minister für wirtschaftliche Entwicklung, platzt vor Stolz: „Diese Serie schreibt Neuseelands Rolle als Mittelerde für alle Zeiten fest, daran kann man nicht rütteln. Amazon hat eine riesige Zahl von Abonnenten, die Ausstrahlungskraft dieser Serie ist also unglaublich groß. Niemand kann sagen, wie sich das auf unsere Attraktivität als Tourismusziel auswirken wird – aber es wird unser Land als Destination für den Tourismus zementieren.“

Und worum wird es in der Serie gehen?

Die Handlung ist 3000 Jahre vor den Geschehnissen um Frodo, Gollum und Gandalf angesiedelt, im sogenannten „Zweiten Zeitalter“. J.R.R. Tolkien hatte neben dem „Herrn der Ringe“ und dem „Hobbit“ noch das „Silmarillion“ und die „Nachrichten aus Mittelerde“ geschrieben, in denen zahlreiche Vorgeschichten und Nebenhandlungsstränge für die bekannte Geschichte um den Einen Ring gesammelt sind.

Der große Vorteil des Serienformats: Hier kann in Ruhe eine Geschichte entwickelt werden. Einer der Hauptkritikpunkte von Fans der Bücher war ja nicht, dass Peter Jackson in seinen Filmen Dinge falsch dargestellt hätte, sondern dass sie stark verkürzt wurden. Eine ganze Riege an Drehbuchautoren, die bereits für „Game of Thrones“ und „Breaking Bad“ geschrieben haben, arbeiten derzeit an den Drehbüchern. Als Regisseur für die ersten beiden Folgen wurde J.A. Bayona verpflichtet. Der Filmregisseur hat bereits Serienerfahrung mit einigen Folgen der ausgezeichneten Horror-Gothic-Serie „Penny Dreadful“ gesammelt.

Eifrige Zuschauer haben aus den bereits veröffentlichten Trailern bereits Schlüsse gezogen: Eine Karte von Mittelerde zeigt das Land Numenor, nicht aber Mordor. Daraus wird gefolgert, dass die Serie die Geschichte über die Entstehung des Einen Rings (und seiner acht Gefährten) erzählen könnte. Damit verbunden wird eine Erzählung über den Aufstieg und Fall der Menschen von Numenor erwartet, an deren Ende Sauron sein dunkles Reich Mordor erschafft.

Ob die doch etwas angestaubte und inzwischen sattsam bekannte Mittelerde-Welt die Zuschauer wirklich noch beeindrucken kann, nachdem sie die Mega-Serie „Game of Thrones“ gesehen haben? Wir dürfen sehr gespannt sein.

(Jenny Menzel)

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