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Auckland nach Sydney auf Platz 2 der schlimmsten Staus

Es ist eine zweifelhafte Ehrenposition, die Neuseelands größte Stadt da innehat: Autofahrer leiden hier unter den zweitschlimmsten Verkehrsstaus in ganz Australasien. Nur Sydney schneidet in dieser Beziehung noch schlechter ab.

Das Navigationssystem TomTom berechnet den Verkehrsindex aus der Differenz der Fahrtzeiten bei frei fließendem Verkehr und zur Rush-hour. In diesem Ranking steht Auckland auf Platz 112 der verstopftesten Städte der Welt. Verglichen mit dem Jahr 2017 ist das eine große Verbesserung: Damals stand die Stadt auf Platz 77. Aber es ist immer noch eine schlechtere Platzierung, als sie Melbourne und Brisbane bekamen – und das, obwohl dort wesentlich mehr Menschen leben.

Der Verkehrsindex zeigt, dass der morgendliche Berufsverkehr in Auckland bis zu 18 Minuten zusätzliche Fahrtzeit zu einem halbstündigen Trip hinzufügen kann. Abends sind es sogar 22 Extraminuten, die man dann im Stau steht. Am schlimmsten ist der Verkehr in Auckland am Dienstagmorgen und am Donnerstagabend.

Aucklands Bürgermeister Phil Goff pendelt täglich aus dem Süden der Stadt ins Zentrum. Er würde die Staus gern sofort beseitigen. Aber die Stadt wachse jedes Jahr um 40 000 Menschen – “da muss man schnell laufen, nur um an Ort und Stelle zu bleiben“.

Beim Ausbau seines öffentlichen Nahverkehrs ist Auckland allerdings ebenfalls führend: Hier steht die Stadt weltweit an dritter Stelle. Mitte Juli erreichten Trips mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen neuen Rekort: In einem Zeitraum von zwölf Monaten fuhren Aucklands Einwohner 100 Millionen mal Bus und S-Bahn. Das sind Zahlen, die zuletzt Anfang des 20. Jahrhunderts vorkamen, als in Auckland noch ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz existierte.

Der Bürgermeister ist sicher, dass öffentlicher Nahverkehr die Zukunft aller Städte ist: „In New York oder London würde man niemals mit dem Auto quer durch die Stadt fahren. Diese Einstellung wird sich auch bei den Neuseeländern durchsetzen.“

Der TomTom-Report hatte aber nicht nur schlechte Nachrichten für Autofahrer. Er zeigte auch, dass die Stau-Rate in Auckland sogar um 2 Prozent gefallen ist. Das ist großteils dem 2017 eröffneten Waterview Tunnel zu verdanken, der die Schnellstraßen entlastet. Noch mehr dürfte sich die Lage entspannen, wenn 2024 der City Rail Link, die Straßenbahn und der Skypath eröffnen.

Nach Jahrzehnten der Unterfinanzierung investiert der Stadtrat von Auckland nun Milliarden in den Ausbau der öffentlichen Verkehrssysteme. Aber das wird noch ein paar Jahre dauern. Und bis dahin stehen die Aucklander im Stau.

(Jenny Menzel)

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