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Maori Language Week erweckt Neuseelands Nationalsprache zum Leben

„Te Wiki o te Reo Maori”, die Woche der Maori-Sprache, wird in Neuseeland seit 1975 jedes Jahr Mitte September (Mahuru) gefeiert. Events und Aktivitäten im ganzen Land feiern die indigene Landessprache. Die von der Regierung geförderte Initiative ist heute ein Großereignis im Veranstaltungskalender von Aotearoa. Tausende Schulen, Firmen, Vereine und einzelne Menschen nehmen daran teil.

Sprach-Botschafter Guyon Espiner, ein prominenter Radio- und Fernsehjournalist, bekannt aus dem „Radio New Zealand Morning Report”, spricht in seiner Show jeden Tag Te Reo Maori, nicht nur bei der Begrüßung seiner Zuschauer. Damit hat er das Ansehen der Maori-Sprache in der breiten Gesellschaft enorm verstärkt.

„Jeder ist nervös, wenn er eine neue Sprache lernt. Ich habe einfach angefangen und kein Maori hat mich dafür kritisiert, im Gegenteil: Ich habe fantastische Unterstützung bekommen”, erzählt Espiner, der kein Maori-Muttersprachler ist.

Als offizielle Landessprache von Aotearoa erlebt Te Reo Maori derzeit eine Renaissance. Schulen, Universitäten und örtliche Initiativen im ganzen Land bieten kostenfreie Sprachkurse an und sehen sich einem Ansturm lernwilliger Menschen gegenüber, die Maori lernen wollen.

Einer von Neuseelands neuesten Maori-Schülern ist der Papagei Cocka Tumeke. Er kann zwar noch nicht fließend Maori sprechen, aber er beherrscht nun die Kunst des „pukana“ – das bedrohliche Augenrollen, das ein wichtiges Element des Haka-Tanzes ist.

Maori Lernen ist nicht schwierig, lautet die Botschaft des vergnüglichen Werbespots der diesjährigen Maori Language Week. Nicht nur Einheimische sollten es einfach mal versuchen – auch für Touristen kann es ein bereicherndes Erlebnis sein, einige Worte in der Landessprache zu lernen. Die Sprache eines Volkes verrät schließlich viel über seine Kultur, und Maori vermittelt sehr schön die warme, offene und stolze Art der Neuseeländer. 

Ganz einfach geht das zum Beispiel im Restaurant „Fush“ in Christchurch. Das Familienunternehmen, das seit 2016 “Fish and Chips” serviert, hat seine Speisekarte bewusst auf Englisch und Maori, und auf kleinen Aufstellern auf den Tischen können die Gäste nebenbei Maori üben, während sie auf ihr Essen warten.

Besitzer Anton Matthews erklärt: “Wir lieben unsere Kultur und unsere Sprache, und wir teilen sie sehr gern mit jedem, der zuhören mag. Ich denke, das bedeutet es, ein Kiwi zu sein. Und ich hoffe, das spüren unsere Gäste aus anderen Ländern.”

Die Maori-Sprachkommission Te Taura Whiri o Te Reo Maori stimmt zu: Die Sprache der Maori könne durch das Erzählen von Geschichten und das Erklären der tieferen Bedeutung von Ortsnamen viel zu einem gelungenen Besuchererlebnis beitragen.

Vor 20 Jahren überraschte die Musikerin Hinewehi Mohi die Welt, als sie vor einem Spiel der „All Blacks“ die neuseeländische Hymne auf Maori sang. Das war nicht geplant und wurde damals sehr kontrovers aufgenommen. Inzwischen ist Neuseeland stolz auf die Maori-Version und alle singen sie genauso laut mit wie die englischen Strophen.

Nützliche Wörter und Sätze auf Maori für Reisende:

  • Kia ora: informelle Begrüßung
  • Ka kite ano: Bis bald!
  • Kei te pehea koe? Wie geht es dir?
  • Kei te pai! – Mir geht es gut!
  • Ko wai to ingoa? Wie heißt du?
  • Ko (...) ahau: Mein Name ist ...
  • Kai: Essen
  • Taonga: Schatz, etwas Wertvolles
  • Maunga: Berg
  • Awa: Fluss
  • Moana: Ozean
  • Iwi: Stamm
  • Tangata whenua: die Einheimischen
  • Aotearoa: Neuseeland/ Land der langen weißen Wolke
  • Aroha: Liebe

 

(Jenny Menzel)

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