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Neuseelands neuestes Insekt: die Hobbit-Springlaus

Neuseeland hat einen Neuzugang: Das kürzlich entdeckte Insekt, das auf den gelb blühenden Kowhai-Bäumen lebt, erhielt den Namen „Frodo Beutlin“.

Francesco Martoni und Karen Armstrong vom Bio-Protection Research Centre der Lincoln University haben den winzigen Baumbewohner Psylla frodobagginsi getauft. Die Pflanzen-Springlaus wird nur 3 Millimeter lang – ist also noch wesentlich kleiner als ihr berühmter Namensvetter. Sie lässt sich nicht nur an ihrer Größe, sondern auch an den hellen Farben und den gleichmäßig gepunkteten Flügeln leicht von ihrer Verwandten, der Psylla apicalis, unterscheiden.

Frodo Beutlin (auf Englisch: Baggins) wurde nicht für seine Heldentaten berühmt, sondern für den Mut, mit dem er sich dem übermächtigen Herrscher Sauron entgegenstellte. „Auch die kleinste Person kann den Lauf der Geschichte verändern“, sagt Elbenkönigin Galadriel zu Frodo im „Herrn der Ringe“, und mit diesem Satz hat sie zahlreichen Menschen Mut gemacht.

Die Entdeckung war Teil der Doktorarbeit von Francesco Martoni. Er löste damit gleichzeitig ein 87 Jahre altes Rätsel über die Variationsbreite der gemeinen Kowhai-Psylliden: Es gibt zwei verschiedene Spezies, wie man nun weiß. Dr. Martoni und seine Kollegin Dr. Armstrong schlagen vor, die beiden Springlaus-Arten als Große Kowhai-Springlaus und Hobbit-Kowhai-Springlaus zu bezeichnen.

Bereits 1932 erkannten Wissenschaftler, dass die Kowhai-Springlaus sehr unterschiedlich aussehen konnte, und schon damals bestand der Verdacht, dass es mehrere Arten geben könnte.

In seiner Doktorarbeit konnte Dr. Martoni konsistente Unterschiede zwischen zwei verschiedenen Arten herausarbeiten, die er von Kowhai-Bäumen an 21 Orten auf der Südinsel gesammelt hatte. Darunter waren auch Städte wie Invercargill, Lincoln, Amberley und Westport.

Die neu entdeckte Springlaus lebt vorrangig auf der Südinsel, wo zwar der Großteil der Mittelerde-Filmarbeiten stattfand, die Hobbits sich aber eher nicht zu Hause fühlen. Dr. Marconi schließt aber nicht aus, dass die Hobbit-Springlaus auch auf der Nordinsel heimisch sein könnte.

Der neue Fund macht deutlich, wie wichtig auch heutzutage die stetige weitere Erforschung der neuseeländischen Tier- und Pflanzenwelt ist. Ohne ständige taxonomische Untersuchungen können sich neue Arten wie die Hobbit-Springlaus buchstäblich „vor aller Augen“ verstecken.

Dass sie auf den weit verbreiteten Kowhai-Bäumen und sogar in Städten leben, zeigt außerdem, dass man nach unentdeckten Tierarten nicht unbedingt in abgelegenen Regionen suchen muss.

Schauen Sie doch mal auf dem nächsten Kowhai-Baum nach, wer da alles lebt!

(Jenny Menzel)

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