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Gelbaugenpinguin steht kurz vor dem Aussterben

Bild-Credit: Chris

Gibt es noch Hoffnung für den vom Aussterben bedrohten Gelbaugenpinguin? Nach einer schockierend schlechten Brutsaison sind Naturschützer und Wissenschaftler wenig optimistisch. Vorläufige Zählungen ergaben Ende Oktober starke Rückgänge der Zahl an Nestern und Gelegen im Southland und auf Stewart Island.

Ranger gehen in diesen Regionen täglich zu den Nestern und prüfen, ob Eier und Jungtiere noch da sind. Aufzuchtstationen und Tierärzte, die untergewichtige Pinguine behandeln und wieder aufpäppeln, leisten massive Unterstützung. Trotz dieser Anstrengungen verhungerten in der Saison 2019 in jedem Pinguin-Nest so viele Tiere, dass die Population der Gelbaugenpinguine auf einem neuen Niedrigstand angelangt ist
Das Department of Conservation hat noch keine Erklärung für das Massensterben der Pinguine gefunden. Im Verdacht steht eine heftige Flut im Jahr 2018, die das Wasser im Taieri und Clutha River stark eingetrübt hatte. Aus den Flüssen gelangte das eingetrübte Wasser ins Meer vor der Küste der Südinsel. Hoiho-Pinguine jagen auf Sicht. Schlammiges, trübes Wasser macht es ihnen also schwerer, ihre Beute zu entdecken.
Sue Murray von der Gelbaugenpinguin-Stiftung hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben: Andere Niststellen auf dem Festland der Südinsel zeigten nicht denselben starken Rückgang.
Es sei allgemein bekannt, dass Pinguine auch mal ein Jahr mit dem Brüten aussetzen könnten. Nun müssten alle ganz fest die Daumen drücken, dass die Vögel im nächsten Jahr an ihre Nester zurückkehren und neue Eier legen würden. Naturschützer verstärken jetzt ihre Suchbemühungen nach Pinguinen ohne Nachwuchs und nach Bummlern, die ihre Eier später als sonst ablegen.
Naturschützer, die sich um den Gelbaugenpinguin bemühen, haben einen harten Job. Murray beschreibt ihn als „einen Schritt vorwärts, zwei zurück”. Bisher haben die großen Anstrengungen noch nicht zu einem Anstieg oder gar einer Erholung der Bestände geführt – im Gegenteil.
Eine Sonderfinanzierung des DOC kommt in diesem Jahr sehr gelegen, um hunderten abgemagerten Tieren im Dunedin Wildlife Hospital und in der Klinik des Penguin Place and Penguin Rescue helfen zu können. Aktuelle Untersuchungsergebnisse haben auch gezeigt, dass der Hoiho seine Ernährung umstellt: Auf Veränderungen im Fischbestand und auf die Erwärmung und Übersäuerung der Meere durch den Klimawandel müssen die Pinguine reagieren, indem sie andere Nahrungsquellen finden. Statt Blue Cod und Opalfisch zu jagen, wurden einige Gelbaugenpinguine dabei beobachtet, wie sie Quallen fressen.
Wissenschaftler, die sich im August auf der Internationalen Pinguin-Konferenz in Dunedin trafen, teilten einhellig die starke Befürchtung, dass die Zeit des Gelbaugenpinguins bald vorbei sei. Experten gehen davon aus, dass diese in Neuseeland endemische Art in den nächsten 25 Jahren aussterben wird.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Chris

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