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DOC warnt erneut vor Tongariro Alpine Crossing

Tongario Apline Crossing Ruapehu Credit: Paul Abbitt, TNZ

“STOP: Hiking the Tongariro Alpine Crossing is NOT RECOMMENDED TODAY!” Dieses Schild erwartet ab Oktober 2019 alle Besucher, die bei schlechtem Wetter die beliebteste Tageswanderung Neuseelands antreten wollen. Das Department of Conservation (DOC) wird diese Warnung an den Straßen aufstellen, die zum Anfangs- und Endpunkt des Tongariro Alpine Crossing führen, außerdem direkt an den Einstiegspunkten zum Track und vor dem Aufstieg zur Devil‘s Staircase. DOC-Ranger auf dem Weg werden Wanderer persönlich zum Umkehren auffordern.

Die neuen Sicherheitsmaßnahmen sind dringend nötig. Jedes Jahr stellen sich 140 000 Menschen der Herausforderung des anstrengenden, 19,4 Kilometer langen Wanderweges. Nicht nur die Länge und die zu bewältigenden Höhenmeter sind aber das Problem, sondern die Lage des Tongariro Alpine Crossings.

Den Namensteil „alpine” hat das DOC vor einigen Jahren eigens hinzugefügt, um Besucher auf die besonders schwierigen Bedingungen der Wanderung in alpinem Gelände aufmerksam zu machen. Offenbar genügt dieser dezente Hinweis nicht.
An Tagen mit schlechtem Wetter kommt es immer wieder zu zahlreichen Unfällen, darunter immer wieder vermeidbaren Todesfällen. Angesichts der wachsenden Zahlen von Besuchern, die großteils keine Erfahrung mitbringen, steigt dieses Risiko immer weiter. Hinweisschilder auf dem Track, die zu Abstechern auf den Gipfel des Tongariro und des Mount Ngauruhoe führen, wurden im vergangenen Jahr entfernt, um Wanderer nicht zu diesen Extratouren zu ermutigen.

Trotzdem müssen Rettungskräfte jedes Jahr 30 bis 40 Menschen auf dem Track aus einer Notlage helfen. Die Zahl der Einsätze hat sich in den letzten sieben Jahren mehr als verdoppelt: Kam früher ein Einsatz auf 5000 Wanderer, ist es heute ein Einsatz pro 2000 Wanderer. Erst im Oktober 2019 starb eine Frau, die von ihrer Gruppe getrennt wurde, nachdem sie eine falsche Abbiegung genommen hatte.
Die neuen Warnmaßnahmen sollen Besuchern gezielt dabei helfen, eine informierte und sichere Entscheidung zu treffen. Viele Touristen in Neuseeland sind keine erfahrenen Wanderer. Sie unterschätzen die Schwierigkeit des Wegs und sind oft nicht passend zu den wechselhaften Wetterbedingungen ausgerüstet.

Bis auf das erste Wegstück besteht das Tongariro Alpine Crossing aus steilen Anstiegen, unebenem Boden und schmalen Felsgraten. Auch im Sommer ist das Wetter unvorhersagbar und kann schnell umschlagen. Starker Regen und Wind, Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt treten immer wieder auf, und es gibt keine Möglichkeit, auf dem Track Schutz zu suchen.
Die Botschaft des DOC ist daher eindeutig: Die Wanderung ist sehr anstrengend und nicht für jeden geeignet. Touristen ohne Wandererfahrung sollten lieber eine kürzere Route wählen, von denen es im Tongariro National Park viele zur Auswahl gibt.

Die Wetter-Warnschilder werden automatisch aktiviert, sobald die Temperaturen am Red Crater im Wind an klaren Tagen auf 10° C fallen, bei Regen oder Schnee bereits bei 0° C. Auch im Fall von Wetterwarnungen für den Nationalpark, bei Windgeschwindigkeiten über 65 km/h oder über 50 km/h mit Regenvorhersagen von mehr als 10 Millimetern pro Stunde über eine Periode von sechs Stunden springen die Schilder an.
Die Rangers im Tongariro National Park checken täglich persönlich den Wanderweg und sprechen Wanderer an den Startpunkten des Tracks, vor dem steilen Abschnitt der Devil's Staircase und im Tongariro National Park Visitor Centre an.

Die neue Initiative des DOC wurde am 1. November offiziell gelauncht und wird bis zum Ende der Sommer-Wandersaison durchgeführt. Hoffentlich mit Erfolg!

(Jenny Menzel)

Credit: Paul Abbitt, TNZ

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