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Forgotten World Highway monatelang gesperrt

Forgotten World Highway Credit: Wikimedia Commons Joerg Mueller CC-BY 2.5
Der Forgotten World Highway ist bei Touristen enorm beliebt – als am wenigsten befahrener Highway Neuseelands führt er in vielen Kurven vom Zentrum der Nordinsel an die Westküste. Seitdem ein Erdrutsch im September die Straße am Tunnel Hill überspült und zerstört hat, ist sie gesperrt. Nun beginnt die Sommersaison – und der Druck steigt, den Highway endlich wieder zu öffnen.

Seit dem 15. Oktober 2019 ist State Highway 43, bekannt als Forgotten World Highway, gesperrt. Am Tunnel Hill bei Oukopae, 23 km westlich von Taumarunui, ist die Straße durch einen Erdrutsch unpassierbar geworden. Das bekannte Städtchen Whangamomona und andere Attraktionen an dieser Route sind von Stratford aus normal zu erreichen.
Die Umleitung von etwa 40 Minuten beginnt schon nördlich von Taumaraunui, wo der Forgotten World Highway noch gar nicht angefangen hat. Die bekannte “Lauren's Lavender Farm” hat dadurch ihre komplette Laufkundschaft verloren. Nur noch diejenigen, die einen Besuch geplant haben, kommen noch her. Statt normalerweise 80 Gästen am Tag kommen derzeit höchstens 20. Auf lange Sicht kann das Café so nicht existieren.

Am meisten stöhnen die ansässigen Farmer über die monatelange Straßensperrung. Eine Viehfarm wurde durch den Erdrutsch quasi zweigeteilt. Zulieferer und anderer Verkehr müssen einen langen Umweg von mindestens einer Stunde machen, was die Lieferkosten in die Höhe treibt. Der Erdrutsch ist nur einer von vielen, die die Straßen in der Region immer wieder unpassierbar machen. Anwohner fürchten, langfristig von der Außenwelt abgeschnitten zu werden, wenn die Schäden immer nur notdürftig behoben würden.
Buchungen in gehobenen Unterkünften wie der Omaka Lodge werden meist einige Zeit im Vorhinein getätigt, die Gästezahlen sind also recht stabil. Aber wer hierherkommt, der will eigentlich auf dem Forgotten Highway weiterfahren. Der Unmut ist also groß. Viele Touristen können nicht verstehen, wieso es so lange dauert, eine Straße zu reparieren.
Von der Straßenbaubehörde NZTA kamen bisher nur wenige Informationen darüber, wie der Stand der Reparaturen ist und was genau getan wird. Angeblich soll die Straße spätestens zu Weihnachten immerhin einspurig wieder geöffnet werden, allerdings nicht für Lastwagen.

Auch nach mehreren Monaten ist die Nachricht von der Sperrung noch nicht zu allen Reisenden durchgedrungen. Immer wieder stranden Touristen vor der Baustelle. Die Zeichen von der Straßensperrung sind für sie nicht eindeutig genug, und solange Google Maps nicht warnt, folgen sie dem Routenplaner.
Je länger das Wetter stabil und trocken bleibt, desto schneller werden die Straßenreparaturen vorankommen. Das Terrain rund um den Forgotten World Highway ist schwierig – was der Hauptgrund für die dünne Besiedlung der Landschaft ist, durch die der Highway führt.

Dass der Straßenschaden so großes Chaos hervorruft, ist allerdings auch ein gutes Zeichen: Es zeigt, wie wichtig der Forgotten Highway für den Tourismus in Neuseeland geworden ist. Die Rufe werden daher lauter, auch die letzten zwölf Kilometer zu asphaltieren, die einspurig durch die tief eingeschnittene Tangarakau Gorge auf etwa halber Strecke der Route führen.


Bereits jetzt wird der Forgotten World Highway von renommierten Reiseführern als Highlight empfohlen. Dauerhaft repariert und in besserem Zustand, könnte er noch viel mehr Touristen in die Region ziehen und ein weiteres Aushängeschild für Neuseeland werden.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Wikimedia Commons/Joerg Mueller, CC-BY 2.5

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