Vantastic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Heft ...

 ... oder ältere Hefte HIER bestellen!

Geschenkabo-Gutschein

Wenn Sie ein Geschenkabo bestellt haben finden Sie hier einen Gutschein für den Beschenkten.

 

Neuseelandhaus

Manukahonig, Wein und Bier, Schönes und Nützliches aus und um Neuseeland erhalten Sie beim

Willkommen bei 360° Neuseeland

Seltene Vögel finden neue Heimat in Christchurchs Ruinen

Black-billed Gull Credit: Wikimedia Commons
Die seltenste Möwenart der Welt hat sich eine neue Brutkolonie eingerichtet – ausgerechnet in einem verfallenen Gebäude im Stadtzentrum von Christchurch. Die DOC Ranger trauten ihren Augen nicht, als sie im überfluteten Erdgeschoss eines Bürogebäudes an der Armagh Street mehr als 300 „Black-billed Gulls“ oder Maori-Möwen entdeckten.

Die Vögel haben auf den alten Stützpfeilern eine Brutkolonie mit etwa 130 Nestern eingerichtet und scheinen sich im flachen Wasser, vor Feinden geschützt durch Absperrzäune, sehr wohl zu fühlen. Normalerweise brüten diese endemischen Wasservögel an den verzweigten flachen Flüssen der Südinsel. In Städten sieht man sie eigentlich kaum. Die Maori-Möwen sind recht langlebig und kehren nicht unbedingt jedes Jahr an denselben Nistort zurück. Das macht es schwierig, den Bestand dieser Art zu verfolgen. Erst seit einigen Jahren sind ihre Zahlen massiv eingebrochen, weil kaum neue Jungvögel nachgerückt sind. An der Armagh St wurden die Nester nun bereits zwei Jahre in Folge beobachtet, was die DOC Ranger hoffnungsvoll macht.

Wer die unter strengem Naturschutz stehenden Maori-Möwen stört oder gar ihre Nester beschädigt, riskiert eine Strafe von bis zu 100 000 NZD und zwei Jahre Gefängnis.
Der Besitzer des baufälligen Bürogebäudes, die Carter Group, hat sich äußerst unterstützend gezeigt. Eine erfolgreiche Brutsaison kann für die bedrohte Möwenart eine große Hilfe bedeuten und die Population in der Region am Leben erhalten.

Das DOC bittet die Bewohner von Christchurch nun, auf Maori-Möwen in der Stadt Rücksicht zu nehmen und sie soweit wie möglich in Ruhe zu lassen. Die Ruine an der Armagh Street ist derweil zu einem Wildlife-Watching-Spot geworden. Durch die vergitterten Fenster im Bauzaun kann man die Vögel beim Brüten und bei der Aufzucht ihrer Jungen beobachten – wie in einem echten Naturreservat. Wird die Brutkolonie Ende Februar von den Möwen aufgegeben, darf der Besitzer Maßnahmen ergreifen, um das Gebäude „weniger attraktiv“ für die Möwen zu machen. Derzeit läuft in Christchurch aber eine Online-Petition, in der zum Erhalt der ungewöhnlichen Brutkolonie aufgerufen wird.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Black-billed Gull, Wikimedia Commons

Goto Top