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Regionen im Fiordland erhalten neue Namen

Dusky Sound, Credit: Bruce Tuten CC 2.0_KLEIN.jpg
Nach einer öffentlichen Anhörung zwischen Mai und August 2019 verkündete das New Zealand Geographic Board im Dezember 2019 an, mehrere Ortsnamen im Süden der Südinsel zu ändern. Auf den Vorschlag eines Tourismus-Anbieters in der Region sollen mehrere Sounds und Inlets zusätzlich zu ihren gewohnten englischen Bezeichnungen auch ihre angestammten Maori-Namen tragen. Der Anbieter möchte auf diese Weise Besuchern Neuseeland die Geschichte der Maori besser zugänglich machen.

Das Board und der örtliche Maori-Stamm der Ngai Tahu zeigten sich sehr aufgeregt über die Wiederverleihung der alten Maori-Ortsnamen. Bei der öffentlichen Anhörung hatte es nur an einem Namen Kritik gegeben: Der Doppelname Tamatea/Dusky Sound sei von einer Gruppe College-Studenten aus Whangaparoa angezweifelt worden. Umweltministerin Eugenie Sage habe aber alle Namensänderungen abgesegnet.

Das New Zealand Geographic Board zeigte sich “überrascht”, dass kaum jemand Einwände gegen die Umbenennung gehabt hätte. Anders als bei früheren Versuchen scheinen die Neuseeländerinnen und Neuseeländer ein neues Bewusstsein für die Geschichte ihrer Heimat zu entwickeln und zu akzeptieren, dass die Maori einen wesentlich größeren Teil davon beanspruchen können. Einige der Ortsnamen werden von den Ureinwohnern Neuseelands seit Jahrhunderten mündlich überliefert.

Andere Bedenken waren, dass die englischen Ortsnamen, die großteils von Kapitän Cook stammten, wegen ihres langen Gebrauchs bevorzugt würden. Dem soll mit der Verwendung von Doppelnamen begegnet werden. Dies zeige außerdem, dass beide Traditionen und Perspektiven auf die Geschichte des Landes für seine heutigen Bewohner gleichwertige Bedeutung hätten. Die ganze Geschichte der Ortsnamen kann im Online-Atlas der Ngai Tahu, Ka Huru Manu, nachgeschlagen werden: http://www.kahurumanu.co.nz/atlas
Neben dem Fiordland nahm das New Zealand Geographic Board 487 weitere Rückbenennungen mit originalen Maori-Ortsnamen vor, etwa in Wellington und den Southern Alps, die nun außerdem den Namen „Ka Tiritiri o te Moana“ tragen.

Seit Juni 2019 tragen auch 300 Maori-Ortsnamen nun offiziell „Macrons“, also waagerechte Oberstriche, die auf die Betonung der Vokale hindeuten.
Die neuen Ortsnamen im Fiordland:
* Hawea/Bligh Sound
* Hinenui/Nancy Sound
* Kaikiekie/Bradshaw Sound
* Moana-whenua-pouri/Edwardson Sound
* Rakituma/Preservation Inlet
* Taiari/Chalky Inlet
* Taiporoporo/Charles Sound
* Taitetimu/Caswell Sound
* Tamatea/Dusky Sound
* Te Awa-o-Tu/Thompson Sound
* Te Awaroa/Long Sound
* Te Hapua/Sutherland Sound
* Te Houhou/George Sound
* Te Korowhakaunu/Cunaris Sound
* Te Puaitaha/Breaksea Sound
* Te Ra/Dagg Sound

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Dusky Sound, Bruce Tuten, CC 2.0 (https://www.flickr.com/photos/savannahgrandfather/6097878738/)

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