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Hamilton Gardens bekommen eine „traumhafte“ Ergänzung

Surrealist Garden Promo, Credit: Hamilton Gardens

Der „Surrealistische Garten” ist die neueste Ergänzung zur Fantasy-Sammlung der Hamilton Gardens. Nach der feierlichen Eröffnung am Montag, dem 4. Februar 2020, stolperten die faszinierten Besucher in eine von „Alice im Wunderland“ inspirierte Halluzination. Alles, was hier wächst, sieht seltsam, verwirrend und verrückt aus -von Hecken in Form riesigen Gartenscheren bis zu Büschen, die wir körperlose Nasen zurechtgeschnitten wurden.

Der neue Teil der weltberühmten Parkanlage in Hamilton ist vom Surrealismus inspiriert, einer Kunstbewegung der 1920er- und 1930er-Jahre. Seine Vertreter, darunter Weltstars wie Sigmund Freud, wollten die Geheimnisse ergründen, die sich in den Träumen der Menschen und ihrem Unterbewusstsein verbergen. Surrealistische Kunstwerke erscheinen oft verzerrt, beunruhigend und irreal – eben wie Träume.
Surrealistische Elemente in der Gartenkunst sind nicht unbedingt neu, gibt der Direktor der Hamilton Gardens, Dr. Peter Sergel, gern zu. „Solche Elemente in Parks und Gärten gibt es seit tausenden von Jahren, vor allem im alten China. Wir wollen möglichst viele dieser alten Ideen in unserem Garten zeigen: verzerrte Größenverhältnisse, biomorphe Formen oder Dinge, die sich seltsam verhalten, wie der Rasen, der sich an den Ecken aufrollt wie ein Teppich. Es geht immer um Details, um seltsame Details.”

Besucher betreten den verrückten Garten durch eine Passage mit schwarz-weiß-gemustertem Boden und alten, vergilbten Gemälden von anderen surrealistischen Gärten aus England an den Wänden. Die Passage führt in einen Wald von gruseligen, mit Efeu überwucherten Wesen, deren Tentakel sich dank sorgfältig verborgener Technik wie Finger bewegen. Diese Formen sind inspiriert von urzeitlichen Lebewesen und den Bildern von David Inshaw.

Am Rand des Rasens stehen die Gäste vor einer riesigen weißen Tür. Daneben ragen ein Spaten, eine Schubkarre und ein Wasserhahn aus dem Boden – alle etwa fünfmal so groß wie normal. Rings um den Rasen wuchert dichtes, tropisches Gebüsch, aus dem ein Dutzend weißer Nasen – nicht Rosen – herausspitzen.

Die begeisterten Reaktionen der ersten Besucher zeigen, dass die Bemühungen von Sergel und seinen Kollegen gelungen sind: Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, in die man nicht hineingehört. Einige meinten, sie würden sich „geschrumpft“ vorkommen.

Es hat lange gedauert, bis der surrealistische Garten fertig war, erzählt Gärtnerin Alice Gwilliam. Am Anfang war hier nur eine Wiese. Aus einer Skizze von Dr. Sergel machten Gwilliam und ihr Kollege Shaun Allen durch strategisches Anpflanzen und Zurechtstutzen der Pflanzen über einen Zeitraum von fünf Jahren die Gärten, wie sie heute aussehen. Die Hecke wurde allerdings bereits vor 15 Jahren gesetzt.
Am schwierigsten war es, die Kletterpflanzen in die Form der nach oben ragenden Tentakel zu bekommen. Damit das Efeu so üppig weiterwächst, bekommt es einmal monatlich Spezialdünger aus Blut und Knochen oder Seegras.

Zwar sehen Gärten am Ende nie exakt so aus wie geplant, aber dieser hat sich doch „mehr oder weniger” an die Entwürfe von Dr. Sergel gehalten, erklärt der Direktor zufrieden. Danach gefragt, welcher der vielen Gärten in den Hamilton Gardens sein liebster sei, lacht er: „Immer der nächste!“

Hamilton Gardens: https://www.hamiltongardens.co.nz/

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Hamilton Gardens

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