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Neue DOC-Kampagne „Poo in a loo“

Highest Toilet in NZ; Credit: Active Steve CC-BY-ND 2.0

Seit 2018 klärt das Umweltschutzministerium Touristen in Neuseeland darüber auf, wie sie sich verantwortungsvoll in der Natur bewegen. Ein Teil der Kampagne „Visit the Kiwi way” widmet sich nun dem korrekten Entsorgen der eigenen Hinterlassenschaften: Auf Englisch „poo”.

Die Kampagne mit dem klangvollen Namen „Poo in a loo” ermahnt vor allem Wanderer in den abgelegenen Regionen Neuseelands dazu, die Auswirkungen ihrer Hinterlassenschaften am Wegrand auf das Ökosystem zu bedenken.

Neuseeland ist von einem dichten Netzwerk sauberer, gut gepflegter öffentlicher Toiletten überzogen. Die große Mehrheit davon ist kostenlos zu benutzen – dabei wenden Kommunen und das DOC jedes Jahr mehrere Millionen Neuseeland-Dollar für die Entsorgung der Fäkalien auf. Zum Teil müssen Toiletten aufwendig per Helikopter entleert werden.

Nicht überall sind jedoch Toiletten zu finden – oder ihre Kapazitäten werden in der Hochsaison von der großen Zahl der Besucher überfordert. Immer wieder werden dann Beschwerden laut, wenn die Ränder von Wanderwegen und Rastplätzen von Fäkalien übersät sind.

Das DOC erklärt in seiner neuen Kampagne, es sei „the Kiwi way“, vor dem Aufbruch noch einmal eine Toilette aufzusuchen und immer, wenn man unterwegs eine sehe, diese vorausschauend zu nutzen. Denn: „Bis zur nächsten Toilette kann es in unseren wilden Gegenden weit sein.“ Fäkalien sehen nicht nur eklig aus, sie können auch krank machen. Mikroorganismen in menschlichen Exkrementen wie Giardia kontaminieren das Wasser und den Boden und können Durchfallerkrankungen auslösen. Viele einfache DOC Campsites werden nur über Flüsse mit Wasser versorgt.

Wer dringend ein Geschäft verrichten muss und keine Toilette findet, sollte ein etwa 20 cm tiefes Loch graben – mindestens 50 Meter entfernt von Wegen und Wasserläufen, an einer „sonnigen Stelle“, wo die Kompostierung schneller abläuft. Alle Hinterlassenschaften müssen mit Erde und Blättern bedeckt sein.
Vorbildliche Wanderer nehmen statt Toilettenpapier oder Zellstoff lieber weiche Blätter oder Rinde zum Abwischen – tabu sind Feuchttücher oder gebleichter Zellstoff.

Wer nicht in den Wald sch… will, kann seine Exkremente (und das Papier!) in einer Tüte bis zur nächsten Toilette tragen oder sich für die Aufbewahrung eine feste „poo tube” aus einem PVC-Rohr basteln. In einigen Besucherzentren des DOC kann man „poo tubes“ auch kaufen.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Highest Toilet in NZ, von Active Steve unter CC-BY-ND 2.0 (https://www.flickr.com/photos/activesteve/5040558359)

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