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Neues Naturschutzgebiet am Cape Farewell

Cape Farewell; Credit: Syrok CC 2.0

Ein 200 Meter langer raubtiersicherer Zaun zieht sich seit einigen Wochen quer über die windgepeitschten, grasbewachsenen Kreideklippen am Cape Farewell. Er umschließt ein 2,5 Hektar großes Naturschutzgebiet für brütende Meeresvögel, seltene einheimische Pflanzen, Riesenschnecken und Geckos.

Die Hoffnung des Umweltschutzministeriums DOC: Eines Tages soll sich das neue Wharariki Ecosanctuary über 1200 Hektar vom Cape Farewell bis zum Wharariki Beach erstrecken und eine neue Heimat für noch mehr bedrohte Tierarten in Neuseeland bieten. Vor allem soll der Zaun den Pakaha (Sturmtauchern) einen Anreiz geben, ihre Brutkolonien wieder auf dem Festland anzulegen.

Dank einer Spende von 59 200 NZD aus dem Community Conservation Fund des Umweltschutzministeriums können der Wharariki Stream und das Feuchtgebiet um seine Uferzone renaturiert werden. Fallensysteme für eingeschleppte Raubtiere können nun ausgebaut und erweitert werden.

Naturschutzgebiete sind wie Zeitmaschinen: Sie bilden ein Tor in die Vergangenheit und zeigen, wie Neuseeland vor der Ankunft der Menschen ausgesehen hat. Gleichzeitig nähren sie die Hoffnung, dass es diese Vielfalt des Lebens auch in der Zukunft wieder geben wird, wenn der Mensch gelernt hat, im Einklang mit der Natur zu leben.

Die Arbeiten am raubtiersicheren Zaun dauerten von September 2019 bis Januar 2020. Im kommenden Jahr wollen die Artenschützer alle eingeschleppten Tiere wie Ratten, Mäuse, Possums und Wiesel aus dem umzäunten Areal entfernen. Ende 2020 oder Anfang 2021 können dann hoffentlich die ersten Vögel von entfernteren Inseln auf das Festland kommen.

Das Wharariki Ecosanctuary entstand in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen Unternehmer Peter Butler und der Maori-Stiftung Manawhenua ki Mohua (einem Zusammenschluss von Ngati Tama, Ngati Rarua und Te Atiawa) mit Unterstützung des Department of Conservation.
Riesige Brutkolonien von Seevögeln auf Klippen an der Küste waren in Neuseeland früher weit verbreitet, bevor Fressfeinde wie Ratten und Wiesel eingeschleppt wurden. Die Bestände der einheimischen Sturmtaucher, Möwen und Tölpel sind in den vergangenen Jahrzehnten massiv zurückgegangen. Die restlichen Populationen brüten fast ausschließlich auf Inseln weit vor den Küsten, die von Raubtieren nicht erreicht werden können.

Umweltschutzministerin Sage ist zuversichtlich, dass das Wharariki Ecosanctuary einen wichtigen Beitrag zu Neuseelands Ziel „Predator Free 2050“ leisten wird. Und es zeigt, dass die Menschen nicht auf den Staat warten sollten, wenn sie ihre bedrohte Heimat erhalten wollen. Das Projekt hat seit 2017 mehr als 150 000 NZD an Spenden eingesammelt.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Cape Farewell, Syrok unter CC 2.0

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