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Gefangen im Fjord

Credit: Twitter NZTA Otago/Southland

Schwere Regenfälle haben fast 200 Touristen in dem einsam gelegenen Fjord Milford Sound auf der Südinsel Neuseelands eingeschlossen. Nachdem die einzige Zugangsstraße schwer beschädigt wurde, müssen die Urlauber nun wahrscheinlich ausgeflogen werden.

Der Milford Sound steht bei vielen auf der „Bucket List“, also auf der Liste der Dinge, die man vor seinem Tod noch erleben möchte. Der Fjord mit seinen hohen Felsen und Wasserfällen ist eine der bekanntesten Naturschönheiten der neuseeländischen Südinsel.

Zugangsstraße völlig zerstört
Doch der enge Fjord, zu dem nur eine Zugangsstraße führt, ist nicht einfach zu erreichen. Selbst bei gutem Wetter zieht sich die Straße hin – die nächste größere Stadt Te Anau ist 120 Kilometer entfernt.

Nun haben schwere Regenfälle und Überschwemmungen große Teile dieser einzigen Zugangsstraße zerstört. Luftaufnahmen aus einem Helikopter zeigen, wie die Straße mit großen Felsen und Schlamm übersät ist. An einer anderen Stelle scheint ein Erdrutsch große Schneisen gerissen zu haben. Neuseeland rief den Notstand für die Region aus.

Erdrutsch überrollte Wanderhütte
Knapp 200 Touristen, die den Fjord Anfang der Woche besuchten, stecken seit dem Extremwetter an dem beliebten Urlaubsziel fest. Weitere 200 Angestellte in Hotels und Geschäften sind ebenfalls eingeschlossen. Außerdem befinden sich laut dem Katastrophenschutz 31 Menschen in einer Wanderhütte. Sie waren auf einer mehrtägigen Wanderung unterwegs gewesen. Die Howden Hut am Routeburn Track war um 1:30 Uhr nachts von einem Erdrutsch getroffen worden. Einige der Wanderer sollen leicht verletzt worden sein.

Angus McKay vom Emergency Management Southland sagte, dass die derzeitige Priorität der Rettungskräfte sei, die eingeschlossenen Wanderer aus den diversen Hütten in der Region zu retten. Die Urlauber und Hotelangestellten am Milford Sound sollen sich dagegen sicher in einer Lodge oder auf Touristenbooten befinden und zudem genug zu essen und zu trinken haben.

Naturkatastrophen gehören zu Neuseeland
Bereits im Dezember waren rund tausend Urlauber in dem kleinen Bergort Franz Josef eingeschlossen worden, der am gleichnamigen Gletscher auf der Südinsel Neuseelands liegt. Auch hier hatten starke Regenfälle die Zugangsstraßen unpassierbar gemacht.

In Neuseeland muss man grundsätzlich mit Naturkatastrophen rechnen. Während die Urlauber im Dezember im Bergdorf eingeschlossen waren, brach zur gleichen Zeit auf der neuseeländischen Insel White Island ein Vulkan aus. Der aktive Vulkan war ebenfalls ein beliebtes Touristenziel gewesen und mehrere Urlauber befanden sich mit ihren Tourgruppen auf der Insel, als der Vulkan explodierte. Über 20 Menschen starben vor Ort oder erlagen später ihren schweren Verbrennungen im Krankenhaus.

Neben Vulkanausbrüchen muss man in Neuseeland auch mit Erdbeben rechnen. Der Inselstaat befindet sich in der geologisch aktivsten Zone der Erde – dem Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten aufeinander treffen und die Erdkruste in Bewegung halten.

Barbara Barkhausen

Foto: Credit: Twitter NZTA Otago/Southland

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