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Naturschutz in Neuseeland bekommt Unterstützung durch Air New Zealand

The-world-famous-Milford-Track Credit: www.fiordland.org.nz

Die Fluglinie Air New Zealand möchte sich in Zukunft für die Unterstützung von Artenschutzprojekten auf den Great Walks in Neuseeland einsetzen. Die neuseeländische Airline folgte einer Bitte des Umweltschutzministeriums DOC, das den Schutz einheimischer Vögel als enorm dringend ansieht.

Neuseeland ist eines der Länder mit der größten Artenvielfalt auf unserem Planeten. Aber gleichzeitig gelten mehr als 4 000 einheimische Tierarten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Ganze 900 Arten stehen kurz vor der Ausrottung, wenn nicht sofort Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Air New Zealand ist internationale für seine kreativen Sicherheitsvideos bekannt und beliebt. Die Fluggesellschaft trägt einen großen Teil zum positiven Image Neuseelands in der Welt bei. Nun möchte sich die nationale Fluglinie verstärkt für den Schutz der bedrohten neuseeländischen Flora und Fauna einsetzen.

Ein erster Schritt dafür ist das neue Sicherheitsvideo „A Journey to Safety“. Die Story der kleinen Janey und des virtuellen Takahe „Mr T“ hatte seit ihrer Veröffentlichung Anfang März bereits mehr Zuschauer auf YouTube und Facebook schon mehr als 27 Millionen Aufrufe. Air New Zealand möchte seinen Gästen damit die Bedeutung des Artenschutzes für Neuseeland und die Verantwortung jedes Reisenden näherbringen.
Obwohl die Great Walks als Aushängeschilder der unberührten Natur in Neuseeland beworben werden, gibt es dort vielerorts kaum noch Vögel zu sehen oder zu hören. Seit 2012 arbeitet Air New Zealand bereits mit dem DOC zusammen, um einheimische Vögel vor allem an den bei Touristen beliebten Great Walks wieder anzusiedeln. Die Fluglinie investiert dafür in neue Technologien gegen eingeschleppte Raubtiere, um Neuseelands bedrohten Vogelarten einen sicheren Lebensraum zurückzugeben.

Außerdem wurden Takahe, Whio und Pateke gezielt in den Nationalparks in der Nähe der Great Walks ausgesetzt. Wanderer auf diesen Mehrtageswanderungen hören nun immer häufiger die Gesänge einheimischer Vögel und erhaschen vielleicht auch einen Blick auf die scheuen Tiere.
Auf dem nördlichen Teil Abel Tasman Coastal Walk werden auf über 3000 Hektar Wald und Stränden Artenschutzprojekte durch Air New Zealand finanziert.

Im Kahurangi National Park, durch den der Heaphy Track führt, können durch Artenschutzmaßnahmen auf über 6400 Hektar heute wieder die Stimmen von Takahe, Weka, Tui, Kereru, Kea und Kaka gehört werden. Ein Netzwerk von Fallen erstreckt sich über mehr als 9300 Hektar entlang des Milford Track, der international als einer der schönsten Wanderwege der Welt angesehen wird. Auch auf dem nahegelegenen Routeburn Track sponsert Air New Zealand Fallen auf einer Fläche von 7000 Hektar, um die bedrohten Vogelarten Tititipounamu (Tiny Ri?eman), Mohua (Yellowhead), Whio Paradise Shelducks und Kea zu retten.

Auf der Nordinsel finden umfangreiche Artenschutzmaßnahmen rund um den Whanganui River Walk statt, den einzigen der Great Walks, der nicht gewandert, sondern per Kajak gepaddelt wird. Hier werden auf 64 Hektar Fallen gestellt und überwacht, während auf einer Fläche von 1200 Hektar die heimische Pflanzenwelt wiederhergestellt wird.

Auch der neueste Great Walk in Neuseeland soll ein sicherer Lebensraum für Neuseelands bedrohte einheimische Arten werden. In den vergangenen vier Jahren wurden rund um den Paparoa Track mehr als 400 000 NZD investiert. Heute leben dort Whio-Enten, Kiwis und Robins. Um die einzigartige Natur Neuseelands zu schützen und zu erhalten, müssen viele gesellschaftliche Akteure eng zusammenarbeiten. Deshalb hat sich die neuseeländische Regierung nicht nur die Unterstützung von Air New Zealand gesichert, sondern setzt auch auf das Engagement vieler kleinerer Vereine und Gemeinden, Umweltschutzorganisationen, Wissenschaftlerinnen und Forschern, Tourismusanbietern, Maori-Stämmen und Anwohnern. Nur mit einer großen gemeinschaftlichen Anstrengung kann der Gesang der Vögel auf die Great Walks und nach ganz Neuseeland zurückgebracht werden.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: www.Fiordland.org.nz

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