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Neuseelands Exit-Plan: neue Rückholflüge bestätigt

Deutsche Reisende, die in Neuseeland gestrandet sind, können wieder hoffen: Nach eingehender Abstimmung zwischen der deutschen Botschaft und der neuseeländischen Regierung dürfen sie nun doch ausreisen. Deutschland wird seine Rückholflüge bereits ab dem 3. April 2020 wieder aufnehmen.

Der erste Rückholflug mit einer Lufthansa-Maschine hatte am 27. März vor allem Minderjährige und Schülergruppen zurück nach Deutschland gebracht. Danach stoppte Neuseeland jedoch weitere geplante Flüge, weil sich die Flughafen-Anreise zehntausender Touristen nicht mit den neuen, sehr strengen Regelungen des Corona-Lockdowns vereinbaren ließe.

Am 2. April kündigte die Regierung an, es gäbe nun einen Plan für eine geregelte, sichere Ausreise aller Reisenden, die das wünschen. Es sei klar, dass viele Touristen weder die finanziellen Mittel noch die Möglichkeit hätten, sich den Vorschriften entsprechend über mehrere Wochen selbst zu isolieren.

Unter dem neuen Exit-Plan gelten Reisen von Ausländern zurück in ihre Heimat als „essential travel“. Damit sind Reisen im Inland per Auto, Bus oder Flugzeug erlaubt, sofern man einen bestätigten internationalen Flug vorweisen kann und sich auf direktem Weg zum Flughafen befindet. Fähren fahren weiterhin nicht. Es ist nicht erlaubt, mehr als 24 Stunden vor dem geplanten Abflug am Flughafen zu erscheinen.

Alle Reisenden, die sich bereits für die Rückholflüge registriert haben, werden dringend gebeten, ihre Informationen im Anmeldeformular zu aktualisieren! https://www.rueckholprogramm.de/

Ausländische Regierungen dürfen nun Charterflüge organisieren, um ihre Staatsangehörigen zurückzuholen, sofern die Gesundheitsvorschriften Neuseelands eingehalten werden. Gleichzeitig werden die Kapazitäten kommerzieller Flüge zwischen Neuseeland und Europa erhöht. Das heißt konkret: Es wird einen zweiten täglichen Flug zwischen Doha und Auckland geben, der von Qatar Airways angeboten wird. Diese Airline ist derzeit die einzige, die noch Flüge aus Neuseeland anbietet.

Die Neuigkeit wurde vor allem von der Tourismus-Industrie Neuseelands begrüßt. Die Anbieter freuen sich nicht nur, dass endlich zehntausende Reisende nach Hause zurückkehren können. Chris Robert, Direktor von Tourism Industry Aotearoa, ist auch erleichtert, weil das Medienecho im Ausland über gestrandete Reisende dem positiven Image Neuseelands auf Dauer schaden könnte.

„Während die Reisenden noch hier sind, bitten wir alle Kiwis, unseren Gästen weiterhin mit ,manaakitanga‘ zu begegnen und auf unsere Premierministerin zu hören: ,Seid freundlich‘.“
Der Appell deutet darauf hin, dass die Beziehungen zwischen den Neuseeländern und ihren normalerweise sehr geschätzten Besuchern in den letzten Wochen hin und wieder etwas angespannt waren. Dazu trugen Medienberichte über Backpacker bei, die in einem Hostel in Queenstown eine sogenannte Corona-Party feierten.

Aber auch schon vorher berichteten viele Reisende in Neuseeland über ablehnende oder feindselige Reaktionen. Ausländische Camper durften nicht mehr auf Campingplätzen übernachten oder wurden von den Einheimischen getrennt, einige mussten sich beschimpfen lassen.

Daneben gab es allerdings auch zahlreiche Berichte über Kiwis, die als Gastgeber die „extra mile“ gehen und sich sehr um gestrandete Reisende bemühen. Angesichts der ungewissen Zukunft, der Angst vor einem Zusammenbruch des neuseeländischen Gesundheitssystems und großen wirtschaftlichen Sorgen vieler Menschen sind solche Geschichten besonders hervorzuheben.

Der erste Rückholflug, durchgeführt von Air New Zealand, soll Neuseeland bereits am Abend des 3. April verlassen. Die neuseeländische Regierung überlegt derzeit, ob die dann leeren Maschinen auf dem Rückweg auch gestrandete Neuseeländer mit nach Hause nehmen können.

Ausländer, die Neuseeland verlassen wollen, können dies nur tun, wenn sie nicht wegen einer vermuteten oder bestätigten Corona-Infektion derzeit in Quarantäne sind, Symptome einer Covid-19-Infektion zeigen, mit einem bestätigten oder verdächtigten Corona-Fall engen Kontakt hatten oder in den vergangenen 14 Tagen im Ausland waren.
Weitere Details haben die Website www.covid19.govt.nz und die Website der Deutschen Botschaft in Wellington (https://www.rueckholprogramm.de/).

(Jenny Menzel)

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