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Junge Albatros-Dame sucht einen Namen

Royal_albatross_-_otago_peninsula - dunedin CREDIT: Andy Witchger CC 2.0
Wie jedes Jahr, startet auch 2020 wieder der beliebte Wettbewerb des neuseeländischen Umweltschutzministeriums DOC: gesucht wird ein Name für die junge Nördliche Königsalbatros-Dame, die seit ihrem Schlupf am 31. Januar am Taiaroa Head von einer Webcam gefilmt wird und rund um die Uhr live im Internet zu beobachten ist.

Das Thema der diesjährigen Ausschreibung heißt „Verbindungen feiern”; passend für einen Vogel, der eine Rekordzahl an Zuschauern rund um die Welt verzaubert hat. Für den Wettbewerb um den besten Albatros-Namen, der eine Woche läuft, kann man ab sofort Vorschläge einsenden. Auf den Gewinner bzw. die Gewinnerin wartet eine persönliche virtuelle Tour durch die Albatros-Kolonie und ein gerahmtes Foto des Kükens; trotz geschlossener Grenzen sollen Menschen aus der ganzen Welt am Namenswettbewerb teilnehmen können.

Mehr als 1,6 Millionen Mal ist die Meeresseglerin auf der „Royal Cam” des DOC im Livestream betrachtet worden. In den letzten sechs Monaten wurden 388 000 Stunden des Albatros-Livestream angeschaut, das entspricht 16 000 Tagen oder 45 Jahren. Einen besonders starken Anstieg verzeichneten die Zuschauerzahlen natürlich während des Corona-Lockdowns.

Menschen aus 51 Ländern haben dem frechen Küken zugeschaut, wie es von seinen fürsorglichen Eltern gefüttert wurde und sich über die Monate von einem fluffigen Flaumbällchen zu einer 9 kg schweren, schlaksigen Jugendlichen entwickelte.

Viele Zuschauer nahmen regen Anteil am Leben der Albatros-Familie. Als der Vater einmal für mehr als einen Monat nicht zum Nest zurückkehrte, machten sich alle große Sorgen. Zum Glück erschien er am Ende doch wieder, mit leichten Verletzungen, und machte sich unbeirrt erneut an die Aufzucht seines Kükens.

Sobald die junge Albatros-Dame im September flügge ist, wird sie den Erdboden verlassen und 9000 km über den Pazifik fliegen, um vor der Küste Südamerikas nach Futter zu suchen. Erst nach vier Jahren wird sie auf die einzige Festland-Kolonie von Albatrossen auf der Südhalbkugel zurückkehren und in Pukekura/Taiaroa Head ein Nest bauen.
Wie die Stars der Royal Cam vor ihr wird die Albatros-Dame eine Botschafterin für ihre Art sein. Albatrosse sind zwar riesig, aber trotzdem stark bedroht – durch die Fischerei-Industrie und den Plastikmüll im Meer, aber auch die zunehmenden Effekte des Klimawandels, wie steigende Meerestemperaturen und sich dadurch verändernde Jagdgebiete.

Informationen über die “Royal Cam Competition” gibt es hier.

(Jenny Menzel)

Bild-Credit: Andy Witchger, CC 2.0

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