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Wirtschaftsreport der Regierung: Keine Neuseeland-Reisen bis 2022?

Die Corona-Pandemie und die strengen Maßnahmen der neuseeländischen Regierung zur Eindämmung von Covid-19 haben die neuseeländische Wirtschaft hart getroffen. Ein Ende der Wirtschaftsflaute ist noch nicht in Sicht – aber es gibt auch gute Neuigkeiten, verkündete das Finanzministerium kürzlich.

Nach dem aktuellen Report über die wirtschaftliche Lage der Nation wird die Rezession in Neuseeland weniger heftig ausfallen, als man anfangs erwartet hatte. Auf der anderen Seite geht das Ministerium nun von einer längeren Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Finanzen aus – der Zeithorizont für die künftigen Prognosen ist besonders für die Tourismusbranche ein Schock.

Die Wirtschaftsleistung Neuseelands sank im ersten Halbjahr 2020 um 3,1 Prozent, wie das Finanzministerium in seinem Finanz- und Steuer-Update vor der anstehenden Wahl verkündete. Das ist weniger als die 4,6 Prozent, die im Mai-Haushaltsplan erwartet wurden. Der Anstieg der Arbeitslosenrate wird bis 2022 auf 7,8 Prozent prognostiziert; auch das ist ein niedrigeres Niveau, als noch vor vier Monaten berechnet wurde (damals ging man von 9,8 Prozent aus).

Premierministerin Jacinda Ardern, die am 17. Oktober für ihre Labour-Partei zur Wahl antreten wird, sieht in der schnellen Erholung der Wirtschaft eine Rechtfertigung ihrer sehr strikten Strategie zur Ausrottung des Corona-Virus.

Dessen ungeachtet kündigte die Regierung ein längerfristiges Haushaltsdefizit und eine höhere Nettoverschuldung an als im Haushaltsplan vorgesehen. Durch das milliardenschwere Corona-Hilfspaket ist das Haushaltsdefizit auf 23,4 Mrd. NZD gestiegen, während die Staatsverschuldung bei 27,3 Prozent lag. Bis zum nächsten Steuerjahr wird das Defizit noch bis auf 31,7 Mrd. NZD anwachsen und sich erst danach wieder erholen.
Der eigentliche Schock für große Teile der Tourismusindustrie und für viele Neuseeland-Touristen kam in einem Nebensatz während der Ankündigung der Regierung zur Sprache: Der führende Wirtschaftsberater der Regierung sagte, die Grenzen Neuseelands könnten weitaus länger geschlossen bleiben als erwartet.

Das Finanzministerium basiert seine derzeitigen Wirtschaftsanalysen auf der Annahme, dass Neuseeland seine Grenzen nicht vor Januar 2022 wieder für Reisende öffnen wird.

Beschränkter internationaler Reiseverkehr wäre frühestens ab der zweiten Hälfte von 2021 denkbar. Von diesem Zeitpunkt an rechnet man mit einer wirtschaftlichen Erholung, die zu steigenden Steuereinnahmen und einer sinkenden Staatsverschuldung führen wird.

Finanzminister Grant Robertson sagte allerdings bereits, man solle diese Prognose nicht zu ernst nehmen. Wegen der Unberechenbarkeit von Covid-19 gehe selbst die Regierung bei ihren Planungen nicht von dieser Zeitlinie aus.

Internationale Schüler und Studenten könnten bereits Anfang 2021 wieder nach Neuseeland kommen, und es gebe mehrere „travel bubbles“ im Bereich Australien und Ozeanien, an denen derzeit gearbeitet werde.

(Jenny Menzel), Photo Credit: Real Journeys

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