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Corona-Beschränkungen in Neuseeland lassen Campervan-Reisen und Vanlife boomen

Auslandsreisen sind seit März 2020 für Neuseeländer vom Urlaubsplan gestrichen; und auch Touristen aus Übersee finden seitdem keinen Weg mehr nach Neuseeland. Die Tourismusbranche hat das hart getroffen – aber Tourismusanbieter, die sich auf den lokalen Markt konzentrieren, verzeichnen einen Boom. Dazu gehören vor allem Unternehmen, die Campervans vermieten und verkaufen. Für Reisen im eigenen Land, das mit wunderschönen Landschaften und günstigen Campingplätzen gesegnet ist, bietet sich ein Campervan an – das erkennen auch immer mehr Neuseeländer.

Während große Firmen wie Maui und Britz ihre riesigen, ungenutzten Fahrzeugflotten mit Rabatten und Sonderangeboten an die Neuseeländer bringen, gehen kleinere Unternehmen einen anderen Weg.  Die Campervan-Vermietung Quirky Campers bietet zum Beispiel etwas an, das große Vermieter nicht haben: liebevoll von Hand umgebaute und individuell eingerichtete „Ferienhäuser auf Rädern“.  Der Campervan-Markt in Neuseeland boomt auch deshalb, weil große Anbieter wie THL ihre Flotten reduzieren mussten und Wohnmobile sehr günstig verkauft haben. Neuwertige Alkoven-Wohnmobile sind derzeit schon um die 100 000 NZD zu haben, ältere Modelle gibt es ab 30000 NZD.

Die sehr aktive neuseeländische Motorhome-Vereinigung hatte schon vor Corona etwa 100 000 Mitglieder (die meisten davon sind Paare). Nach dem Ausverkauf von Wohnmobilen bei THL gingen mehr als 1000 Anträge auf Neumitgliedschaft ein. Anders als bisher gehören zu den Neu-Wohnmobilisten nicht nur ältere Paare, sondern viele junge Leute und Familien. Ein Wohnmobil zu besitzen und damit durchs Land zu reisen, entwickelt sich gerade zum Kiwi-Lebensstil.

Einen einfachen Van in ein Wohnmobil umzubauen, kostet zwischen 15 000 und 80 000 NZD, schätzt der Geschäftsführer von Quirky Campers. Vermietet man den Campervan dann weiter, kann man diese Kosten innerhalb weniger Jahre wieder erwirtschaften. Warum so viele Kiwis selbst ausgebaute Campervans bevorzugen? Neben dem individuellen Touch sind sie einfach viel gemütlicher als die Massenware der großen Vermieter, die oft wenig liebevoll und vor allem günstig eingerichtet sind.

Offenbar werden auch in diesem Sommer die Highways Neuseelands von Wohnmobilen verstopft sein – nur sitzen dann Kiwis hinter dem Steuer. Es kann noch eine ganze Weile dauern, bis Reisende aus Übersee wieder nach Neuseeland kommen dürfen. Immerhin erwartet sie dann wohl ein deutlich verändertes Angebot an Miet-Wohnmobilen. Bis zur ersehnten nächsten Reise kann man schon mal nach dem schönsten Quirky Camper Ausschau halten.

(Jenny Menzel) Photo Credit: Pixabay

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