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Wasser, grüne Hügel und Camping mit Enten: Ein Aufenthalt am Queen Charlotte Sound

Der Queen Charlotte Sound im Norden von Neuseelands Südinsel ist der östlichste Meeresarm der Marlborough Sounds, die wiederum in die Cook Strait münden, die zwischen der Nord- und Südinsel Neuseelands liegt. Die Cook Strait ist an ihrer engsten Stelle 22 Kilometer breit und gilt als eine der stürmischsten Meerengen der Welt. Ihren Namen hat sie vom Seefahrer und Entdecker Captain James Cook, der als erster Europäer 1770 die Meerenge durchfuhr.

Bereits viele Jahre bevor die ersten Europäer Neuseeland erreichten, durchquerten die Maori mit ihren Kanus, in ihrer Sprache „Waka“ genannt, die Cook Strait. Sie nannten das Gewässer Raukawa und erklärten es für heilig. Um die faszinierende Meerenge ranken sich in den Geschichten der Maori zahlreiche Mythen. Einer dieser Mythen besagt zum Beispiel, dass bei einer Erstüberquerung mit dem Kanu nicht nach links oder rechts oder zurück geschaut werden darf, sondern nur nach vorne, da das Boot sonst stehen bliebe und man niemals das andere Ufer erreichen könne.

Der erste Europäer, der die Cook Strait schließlich sah, war 1642 der Niederländer Abel Tasman. Er hielt die Meerenge allerdings für eine große Bucht und machte sich deswegen nicht die Mühe, sie zu durchqueren, so dass diese Ehre erst über 100 Jahre später Captain Cook zuteil wurde. Zur Entstehung der Marlborough Sounds gibt es wie so häufig in Neuseeland zwei unterschiedliche Geschichten.

Die wissenschaftliche, geologische Erklärung ist, dass das Gebiet während starker Erdbewegungen langsam immer weiter absank und so Wasser in die tiefen Täler eindringen konnte. Die heute sichtbaren Landzungen sind die höchsten Erhebungen einer ehemals gebirgigen Landschaft. Aufregender und bildhafter ist dagegen die Version der Maori: Nach den Geschichten der Ureinwohner soll der sagenumwobene Maori-Entdecker Neuseelands Kupe gegen einen riesigen Oktopus gekämpft haben. Dabei hat er sich mit einer Hand an der Südinsel abgestützt und mit seinen Fingern tiefe Furchen in das Land gegraben, die heute die Meeresarme darstellen.

Auf unserer Fahrt mit dem Wohnmobil um die Südinsel haben auch wir einen Aufenthalt am berühmten Queen Charlotte Sound eingeplant. Wir fahren von Kaikoura über Blenheim und die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Marlborough Weinregion in Richtung Norden, um die geschichtsträchtige und sagenumwobene Meerenge zu entdecken. Gegen Nachmittag erreichen wir Picton, eine kleine Hafenstadt am Ende des Queen Charlotte Sounds, die einst als kleine Maori-Siedlung entstand. Hier verkehren mehrmals am Tag die bekannten Fähren von und nach Wellington auf der Nordinsel, und der Ort stellt somit neben Christchurch das wichtigste Tor zur Südinsel Neuseelands dar.

Wir stellen unseren Camper in der Nähe des Hafens ab und gehen auf einen kurzen Erkundungsrundgang durch den Ort. Relativ schnell erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, da Picton mit seinen knapp 4.000 Einwohnern wirklich sehr übersichtlich ist und der Ort außer seiner fantastischen Lage am Queen Charlotte Sound leider nicht viel Spektakuläres zu bieten hat. Zu den größten Sehenswürdigkeiten zählen ein Holzschiff, das als das neuntälteste der Welt bezeichnet wird (wer zählt das?) und ein kleines Museum, in dem der Besucher mehr über die Geschichte der Besiedlung der Region erfahren kann. Aber wir sind primär wegen der Natur hierher gekommen und lassen das Museum daher links liegen.

Den ausführlichen Beitrag von Christine Kroll lesen Sie in der aktuellen Ausgabe (6/2009) von 360° Neuseeland.

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