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Neuerscheinung: Nordinsel abseits der ausgetretenen Pfade

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News

Zealong Tea: Führung und High Tea auf Neuseelands erster Teeplantage

Von Julia Schoon

Engländer sind bekanntlich passionierte Teetrinker, der Nachmittagstee ist in vielen Familien bis heute ein unverzichtbares Ritual, und das selbe gilt für viele Neuseeländer. Trotz dieses kulturellen Erbes gab es in Neuseeland jedoch bis vor wenigen Jahren nicht eine einzige Teeplantage.

In China spielt das heiße Aufgußgetränk eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Und als Vincent Chen feststellte, dass er seinen Tee in Neuseeland nicht in der Qualität bekam, die er sich wünschte, hatte er eine Idee: Warum nicht eine eigene Plantage gründen? Die Anbaubedingungen erschienen ihm geradezu optimal: reine Luft, intensive Sonne, fruchtbare Böden.

Von den ersten 1500 Pflanzen, die Chen 1996 aus Taiwan importierte, überlebten jedoch gerade mal 130  auf dem 48 Hektar großen Grundstück nahe Hamilton. Inzwischen hat sich der Bestand prächtig akklimatisiert und ist auf über eine Million Pflanzen angewachsen, die bio-zertifiziert sind. Da das neuseeländische Klima sich deutlich von den traditionellen Anbaugebieten in Südostasien unterscheidet, wachsen die Pflanzen beinahe auf Meeresspiegelniveau statt wie sonst auf 1000 bis 1500 Metern Höhe.

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Pureora Forest Park: Traditionelles Maori-Dorf, Öko-Tour und spektakulärer Radweg

Von Julia Schoon

Nordöstlich des Lake Taupo liegt der Pureora Forest Park: dichter Wald, durch den eine stillgelegte Bahnstrecke und einige spektakuläre Hängebrücken führen. Dieses ursprüngliche Stück Natur können Mountainbiker und Wanderer auf dem 85 Kilometer langen Timber Trail erleben - eine gewisse Fitness vorausgesetzt. Denn der Trail schlängelt sich durchs Hinterland und auf bis zu 980 Meter Höhe.

Natürlich kann man auch nur einen Teil der Strecke radeln; wer den Timber Trail zu Fuß erleben möchte, sollte dafür etwa vier Tage einplanen. Übernachtungsmöglichkeiten von Campingplatz bis Bed & Breakfast gibt es an beiden Enden des Trails, entlang der Strecke darf gezeltet werden.

An einem Ende (oder Anfang) des Timber Trails liegt Pa Harakeke, ein rekonstruiertes traditionelles Maori-Dorf ("Pa" in der Sprache der Ureinwohner). Harakeke heißt übersetzt Flachs - eine Pflanze, die überall in Neuseeland vorkommt und für die Maori eine sehr große Rolle spielte, lieferte sie doch das Rohmaterial aus dem zum Beispiel Kleidung, Taschen und Seile hergestellt wurden.

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Auf den Spuren der Ureinwohner: Lebende Maori-Kultur genießen

Von Anja Schönborn

Natürlich kann man zu einer Maori-Tanzshow im Hotel in Rotorua gehen, doch wer die lebendige Maori-Kultur Neuseelands tatsächlich erleben und sogar schmecken möchte, sollte sich eines dieser wesentlich authentischeren Maori-Angebote näher ansehen. Hier wird man nicht nur offen und freundschaftlich willkommen geheißen, sondern erfährt hautnah, wie die Ureinwohner Neuseelands leben, kochen und sich die Natur ihrer Heimat bis heute zunutze machen.

Bei vielen der neuen Maori-Tour-Angebote im Land steht die Küche der Ureinwohner Aotearoas im Fokus des Touristenerlebnisses. Neuseeland ist, was die Geschmacksrichtungen anbelangt, durch seine mittlerweile multikulturelle Bevölkerung wahrlich vielfältig geworden. Doch vieles Gute kommt immer noch von innen heraus. Geschmacksnoten aus Neuseelands Natur, welche Maori schon seit hunderten von Jahren kreieren und sich dabei mit vielen Speisen vom Rest der Welt abheben.

Waka on Waitemata – Auckland

Lange bevor Auckland zur kosmopolitischen Stadt wurde, segelten Maori-Stämme bereits täglich entlang der Küstenlinien des Hauraki Gulf. Heute können Touristen den wunderschönen Waitemata Harbour in einer neuen kulturellen Halbtages-Segeltour erleben – in einem traditionellen Maori Waka. Big Food Tours bietet dazu jedoch nicht nur fantastische Ausblicke über das Wasser, alte Legenden und die Historie, wie die Stämme über den Pazifik reisten, es wird auch ein echtes Hangi, ein im Erdofen gegartes Essen aus Meeresfrüchten, gereicht, verfeinert mit heimischen Kräutern und Gewürzen.

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Fünf Jahre nach dem großen Beben: Foodie-Guide für Christchurch

Gastbeitrag der Jäger des verlorenen Schmatzes, die regelmäßig kulinarische Reisenabenteuer bloggen – am liebsten aus Neuseeland.

Genau fünf Jahre ist es jetzt her, dass eine Naturkatastrophe Neuseelands zweitgrößte Stadt für immer veränderte: Am 22. Februar 2011 um die Mittagszeit bebte die Erde mit einer Stärke von 6,3. Das Epizentrum lag in nur fünf Kilometern Tiefe und beinahe direkt unterhalb der benachbarten Hafenstadt Lyttleton. Dieses Beben kostete 185 Menschen das Leben. Es ließ Christchurchs berühmte Kathedrale einstürzen und beschädigte 377 historische Gebäude. Es riss Straßen auseinander, entwurzelte Bäume und machte über 6000 Häuser unbewohnbar.

Fünf Jahre später ist Christchurch die womöglich spannendste Stadt des Landes. Auf den Schock und die unzähligen Nachbeben reagierten die Bewohner mit einer trotzigen "Jetzt erst recht!"-Haltung, seitdem entsteht in den Lücken, die das Beben riss, viel Neues. Die architektonisch beeindruckende Pappkathedrale etwa, der soeben eröffnete moderne Busbahnhof oder auch die improvisierten Events, die Gapfiller, eine Gruppe von Künstlern und Studenten, veranstaltet. Zugleich wird Christchurch zum Labor für grüne und nachhaltige Architektur. Der Masterplan für den Wiederaufbau rückt den Avon River in den Fokus: Gerade entstehen mitten in der Stadt, wo bislang eine Hauptverkehrsstraße am Fluss entlang führte, eine erlebbare Gedenkstätte samt Spazierweg, stufenförmigen Terrassen am Flussufer und Cafés. In der Red Zone, in dem die zu stark beschädigten und inzwischen weitgehend abgerissenen Häuser standen, sind tausende von Obstbäumen zurück geblieben, die im Herbst von Guerillagärtern abgeerntet werden. Die Stadt plant hier eine systematische zusätzliche Begrünung, sobald dieser quer durch die Stadt verlaufende Streifen nicht mehr gesperrt ist.

Statt gepflegter Langeweile (wie bei unseren ersten beiden Besuchen) haben wir in der Gartenstadt eine kreative Aufbruchstimmung gespürt, als wir 2014 für einige Wochen dort wohnten. Aber auch das, was die Kritiker sagen, stimmt: Es gibt noch viele Baustellen und Brachen. Auf den ersten Blick kann die Stadt daher durchaus deprimierend wirken, vor allem wenn man gerade mit einem fetten Jetlag vom anderen Ende des Globus angekommen ist. Wir haben deshalb ein paar Tipps für euch, was es in Christchurch zu entdecken gibt!

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Christchurch für Kinder: neu eröffneter Spielplatz begeistert

Von Julia Schoon

Auf den Hügel führt eine Treppe, viel mehr Spaß macht es allerdings, sich an den Kletternoppen festzuhalten und hinauf zu kraxeln. Und auf der extrabreiten Rutsche wieder herunter zu sausen. Dann auf die Seilbahn, die auf Englisch flying fox heißt, und einmal über den Platz fliegen. Oder eine Runde auf den Mini-Trampolinen hüpfen. Und natürlich nicht die Schaukeln vergessen!

Kurz vor Weihnachten wurde der große Margaret Mahy Family Playground im Stadtzentrum von Christchurch eröffnet und seitdem bereits von tausenden Familien besucht, wie stuff.co.nz berichtet. Es ist ein weiterer Meilenstein des Wiederaufbaus der Stadt, die vor genau fünf Jahren von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde.

Auf Stuff wird entsprechend begeistert kommentiert – "Darauf hat die Stadt gewartet!", "Fantastisch, das hätte ich mir früher gewünscht" – aber wie immer gibt es auch Kritiker, die das Geld lieber anders investiert hätten. Der Spielplatz hat mehrere Millionen NZD gekostet, davon wurden allein zwei Millionen für Spielgeräte ausgegeben. Fakt ist: Der Spielplatz wird rege genutzt: tagsüber vor allem von Familien mit jüngeren Kindern, am Abend sieht man oft noch ältere Kinder dort und sogar in der Nacht hört man Gelächter auf dem Platz – von Teenagern und jungen Erwachsenen.

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Fünf Jahre nach dem Beben: der Avon River Precint in Christchurch

Von Julia Schoon

Die schlechte Nachricht zuerst: am heutigen 22. Februar 2016, dem fünften Jahrestag des großen Erdbebens, ist die Umgestaltung des Flussabschnittes im Herzen der Stadt leider noch nicht abgeschlossen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch schon jetzt, denn was Christchurch entlang dem Avon River vor hat, klingt wirklich vielversprechend!

„Früher war der Fluss für Viele einfach nur Wasser, das durch Christchurch fließt“, erklärt Kelly Stock von Christchurch Tourism. „Jetzt wird er zum Schmuckstück unserer Stadt.“ Geplant ist eine Parklandschaft entlang dem Avon River genannt "Avon River Precinct", welche sich an den Botanischen Garten anschließen und bis zur Fitzgerald Avenue reichen wird (eine der vier Hauptstraßen, die die Innenstadt einrahmen).

Das bereits bestehende Grün am Flussufer wird durch Neupflanzungen beidseitig auf je 30 Meter verbreitert, Spazier- und Radwege auf dem rund drei Kilometer langen Streifen angelegt. Die einst am Ufer verlaufenden, stark befahrenen Hauptstraßen Oxford und Cambridge Terrace werden zur Fußgängerzone mit Straßencafés und vielen Sitzgelegenheiten am Wasser.

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Christchurch: Wird die historische Kathedrale doch wieder aufgebaut?

Von Julia Schoon

Fünf Jahre ist es jetzt her, dass das große Februar-Beben die historische Kathedrale von Christchurch schwer beschädigte; Nachbeben setzten dem Gebäude weiter zu. Und fast genau so lange diskutieren die unterschiedlichen Interessengruppen bereits darüber, ob das einstige Wahrzeichen der Stadt wieder aufgebaut werden kann oder ob an ihrer Stelle ein moderner Neubau entstehen soll.

Die Entscheidung schien Mitte 2015 endlich gefallen, als das oberste Gericht den Abriss der Ruine der alten Kathedrale beschied. Ende Dezember allerdings wurde ein Report veröffentlich, den die von der Regierung ernannte Mediatorin Miriam Dean in Auftrag gegeben hatte und demzufolge es baulich doch möglich sei, die alte Kathedrale derart wieder herzustellen, dass kein Unterschied zum Original zu erkennen sei. Bereits 2012 hatte die neuseeländische Regierung übrigens Kontakt mit Fachleuten in Dresden aufgenommen, die am dortigen Wiederaufbau der Frauenkirche beteiligt waren – das erzählte uns Premierminister John Key im Interview in Berlin.

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Christchurch: Events rund um den 22. Februar

Von Julia Schoon

Am 22. Februar gedenkt Christchurch den Ereignissen vor fünf Jahren, als ein schweres Erdbeben die Stadt für immer veränderte und 185 Menschen das Leben kostete. Neben Veranstaltungen, die unmittelbar mit dem Jahrestag zu tun haben, hat die zweitgrößte Stadt des Landes im Sommer natürlich noch einiges mehr zu bieten. Wir stellen eine kleine Auswahl vor:

Bloom

Im Canterbury Museum wird der Jahrestag mit einer Ausstellung begangen, die in Zusammenarbeit mit Poetica und River of Flowers sowie Kindern und Jugendlichen aus Christchurch entstanden ist. Gezeigt werden Gedichte, Geschichten und Blumen-Installationen. Der Eintritt ist frei, mehr unter http://www.canterburymuseum.com

Quake City

Wie fühlt sich ein Erdbeben an? Was passiert da eigentlich, wissenschaftlich betrachtet? Was bedeutet "Liquefaction" und warum hat sie Christchurch so zugesetzt? Wie sind die Bewohner mit der traumatischen Erfahrung umgegangen? Die Ausstellung mit dem Untertitel "The Christchurch Earthquakes Story" ist eine spannende und sehr sinnliche Erfahrung, denn es gibt viel zu sehen und hören, zu erleben und zum selbst Ausprobieren. Geöffnet täglich 10-17 Uhr in der Re:START Mall, Eintritt 20 NZD (Kinder zahlen nichts), http://www.canterburymuseum.com/quakecity

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